Das Kerngeschäft der MT Energie GmbH ist der Bau von Biomassekraftwerken, in erster Linie Biogasanlagen. / Quelle: Unternehmen

  Anleihen / AIF

MT Energie GmbH mit Großauftrag aus Sachsen-Anhalt

Einen neuen Auftrag zum Bau einer Biogasanlage mit integrierter Gasaufbereitung hat die MT Energie GmbH erhalten. Das Unternehmen aus Zeven soll auf einem Hofgut in Sachsen-Anhalt ein Bioenergiekraftwerk mit 1.200 kW elektrischer Leistungskapazität sowie 1.100 Nm ³  Gaserzeugungskapazität errichten. Neben der Biogasanlage soll das Vorhaben aus einem Blockheizkraftwerk und einer Gasaufbereitungsanlage bestehen. Laut der Auftraggeberin Hofgut Niederröblingen GmbH & Co. KG wird diese Anlage mit 8.000 Tonnen Maissilage, 12.000 Tonnen Ganzpflanzensilage, 6.000 Tonnen Zuckerrübe sowie 5.000 bis 8.000 Tonnen Gülle jährlich betrieben. Um die benötigten Rohstoffe zu erzeugen seien laut Bebauungsplan insgesamt 900 Hektar Anbaufläche für Mais, Rüben und Ganzpflanzensilage geplant. Die Hofgut Niederröblingen GmbH & Co. KG. schätzt ihre Investitionskosten auf 13,7 Millionen Euro.

Die MT Energie GmbH hat einen Teil ihres Geschäfts mit einer Anleihe (DE000A1MLRM7) finanziert. Insgesamt warb das Unternehmen über diese mit 8,25 Prozent verzinste Anleihe, die seit 2012 auf dem Markt ist, 13,6 Millionen Euro ein. Die Reform des deutschen Erneuerbare-Energie-Gesetzes von 2012 hat die Marktlage für deutsche Biogasanlagenhersteller am Heimatmarkt erschwert.  Weil dies auch auf die MT Energie GmbH zutrifft, will das Unternehmen seine Anleihe-Gläubiger davon überzeugen auf Sonderkündigungsrechte zu verzichten. So will die MT Energie GmbH Spielraum für Restrukturierungsmaßnahmen gewinnen. Der Anlegerschutzverein Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (Sdk) sieht die Vorschläge der MT Energie GmbH allerdings teilweise kritisch (ECOreporter.de  berichtete).


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