11.06.10 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Musterprozess gegen Conergy AG angestrengt

Das Oberlandesgericht Hamburg soll in einem Musterprozess über die Vorwürfe Von Aktionären der Conergy AG entscheiden, das Hamburger Solarunternehmen habe in den Jahren 2006 und 2007 gegen Bilanzierungsregelungen verstoßen. Die Aktionäre werfen der früheren Konzernführung vor, dadurch überhöhte Umsatzzahlen ausgewiesen und zudem über Lieferverzögerungen bei Silizium und Modulen verspätet informiert zu haben.

Bereits im Oktober 2008 hatte die auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Münchner Kanzlei Rotter Rechtsanwälte für Aktionäre erste Klagen gegen die Conergy AG eingereicht. Wie sie nun mitteilt, hat das Landesgericht Hamburg nun entschieden, die derzeit insgesamt rund 20 Klagen gegen die Conergy AG in ein Musterverfahren zu überführen.
Der Kanzlei zufolge musste die Conergy AG mittlerweile aufgrund von Feststellungen der Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung, die im Auftrag der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) tätig wurde, einräumen, im Jahr 2006 und 2007 aufgrund von Verstößen gegen Bilanzierungsregeln überhöhte Konzernergebnisse ausgewiesen zu haben. Gegen ehemalige und aktuelle Mitglieder des Vorstandes werde bei der Staatsanwaltschaft Hamburg insbesondere wegen des Verdachts der unrichtigen Darstellung ermittelt.

Conergy AG: ISIN DE0006040025 / WKN 604002

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