Die stärksten Rentenfonds des Monats Februar setzen stark auf Wertpapiere der Deutschen Post. Im Bild ein Logistikzentrum des Unternehmens. / Quelle: Unternehmen

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Nachhaltige Rentenfonds mit stabiler Entwicklung

Die drei  besten nachhaltigen Rentenfonds im Februar 2014 erzielten im vergangenen Monat jeweils mehr als zwei Prozent Wertzuwachs. Zum Vergleich: Die Zinsen auf einem Festgeldkonto liegen derzeit in der Regel unter einem Prozent (mehr zu nachhaltigen Tages- und Festgeldern lesen Sie  hier).  Wiederum nur drei der 40 Fonds dieser Kategorie beendeten den Monat mit leichten Verlusten. Dabei verlor keiner dieser schwächeren Fonds mehr als 0,46 Prozent. Und einer der drei Tabellenschlusslichter des vergangenen Monats wurde wegen „anhaltend niedriger Liquidität zum 28. Februar aufgelöst (mehr erfahren Sie  hier).

Rentenfonds des Monats Februar mit 2,71 Prozent Wertentwicklung in vier Wochen ist der Salm-Salm Sustainability Progressive Convertible Fund. Der Salm-Salm Sustainability Progressive Convertible Fund in seiner aktuellen Form startete im Oktober 2012. Ursprünglich aufgelegt wurde der Fonds 2006 unter dem Titel FG&W Fund – Salm Global Convertible Progressive. Es folgte die Umfirmierung 2012. Seither investiert der Fonds weltweit in nachhaltige Wandelanleihen. Für das Nachhaltigkeitsrating ist die Nachhaltigkeitsratingsagentur oekom Research AG aus München verantwortlich. Investiert wird, wenn die jeweiligen Anleihe-Emittenten von oekom Research mit dem „Prime Status“ als Branchenführer in Sachen Nachhaltigkeit ausgewiesen sind. Ausgeschlossen sind Anleihen von Unternehmen, die mit geächteten Waffen (etwa Streubomben), Glücksspiel, Gentechnologie, Atomkraft oder Menschenrechtsverletzungen in Zusammenhang stehen.  
Den neusten verfügbaren Angaben der Fondsgesellschaft IP Concept aus Luxemburg zufolge, verwaltet das Management des Salm Sustainability Progressive Convertible Fund aktuell 33,5 Millionen Euro. Dieses Kapital verteilt sich regional zu 38 Prozent auf die USA, zu 25 Prozent auf Europa und zu 37 Prozent auf Wandelanleihen asiatischer Unternehmen. Allein 15 Prozent dieser asiatischen Anleihe-Emittenten sind IP Concept zufolge aus Japan.

Zu den größten Positionen des Fonds gehören unter anderem die Deutsche Post, der südafrikanische Mischkonzern Steinhoff International und Daimler.
Die erzielten Gewinne werden regelmäßig an die Anleger ausgeschüttet.  Als Verwaltungsgebühr wird ein Prozent erhoben. Zusätzlich wird eine erfolgsabhängige Gebühr fällig, wenn der Fonds in einem Jahr mehr als fünf Prozent Kursgewinn schafft. Im Fachjargon heißt diese Fünf-Prozent-Hürde High Watermark.
Der mit 2,45 Prozent zweitstärkste Fonds im Februar 2014 ist der FISCH CB Sustainable Fund HAE von Fisch Asset Management aus Zürich. Auch dieser Fonds setzt zu 100 Prozent auf Wandelanleihen, also Schuldverschreibungen, die flexibel in Aktien gewandelt werden können. Am stärksten im Portfolio vertreten sind dabei Anleihen von Unternehmen aus der Halbleiterbranche, aus dem Immobilienbereich, sowie Finanzdienstleister und verschiedene Kapitalgüter.
Bei der Auswahl der Investitionen stützt sich das zweiköpfige Fondsmanagement, bestehend aus Dr. Klaus Göggelmann und Roland Hotz, auf die Nachhaltigkeitsanalyse der Bank J. Safra Sarasin aus Basel. Als nicht investierbar gelten Unternehmen aus den Bereichen Gentechnik, Atomkraft, Pornographie und Rüstung. Der Fonds setzt unter anderem stark auf Wertpapiere von Siemens und der Deutschen Post.

Gewinne werden nicht an die Anleger ausgeschüttet sondern wieder angelegt (thesauriert). Als jährliche Management-Gebühr werden 1,5 Prozent erhoben. Eine erfolgsabhängige Gebühr für gute Wertentwicklung gibt es indes nicht. Allerdings können Anleger erst ab 2.500 Schweizer Franken einsteigen (umgerechnet 2052 Euro).

Die Reihenfolge der besten nachhaltigen Rentenfonds im Februar



* In Fremdwährungen notierende Fonds wurden umgerechnet.



ECOreporter untersucht den Markt der nachhaltigen Geldanlage seit 1997 kontinuierlich. Zunächst im Auftrag des NRW-Umweltministeriums; mittlerweile werden die in der Branche anerkannten Zahlen von ECOreporter.de als ein Ergebnis der eigenen fortlaufenden Marktuntersuchungen veröffentlicht. Als ECOreporter.de 1997 diese Daten erstmals ermittelten, gab es nur zwölf nachhaltige Fonds mit insgesamt lediglich 220 Millionen Euro Volumen. Ende 2013 belief sich das Volumen der 283 nachhaltigen Fonds in Deutschland auf insgesamt 30,4 Milliarden Euro. Unsere Daten zur Wertentwicklung der Fonds stammen in der Regel von den Fondsbörsen.

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