Solarprojekt von RWE. Bislang ist der Energiekonzern aus Essen kaum in der Photovoltaik aktiv. / Quelle: Unternehmen

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Nachhaltiger Saulus-Paulus-Wendefonds gestartet

Dieser neue nachhaltige Aktienfonds ist ein Triumph für die erneuerbaren Energien! Für den Saulus-Paulus-Wendefonds kommen nur Aktien von Konzernen in Frage, die sich zuvor mit aller Kraft gegen den Ausbau der regenerativen Energien gesträubt haben. Zu den größten Positionen des neuen Fonds der First April Invest gehören denn auch zum Beispiel die Aktien der großen deutschen Energieversorger RWE, EnBW, E.on und der französischen EDF und Areva. Die deutschen Konzerne RWE, EnBW und E.on folgen dabei aber nicht dem Beispiel der französischen EDF und Enel aus Italien, die schon vor Jahren Grünstrom-Tochterunternehmen gegründet und an die Börse gebracht haben. RWE, EnBW und E.on wollen vielmehr ihre Atom- und Kohlekraftwerke in Tochtergesellschaften ausgliedern und dem Deutschen Staat nahezu schenken. Ihre Kohlekraftwerke sollen gegen geringe Entschädigungen abgerissen werden. Mit diese Maßnahmen wollen die Konzerne zu Grünstrom-Unternehmen werden.

"Wir sind davon überzeugt, dass die deutschen Energiekonzerne die Energiewende in Zukunft vorantreiben werden. Weil unser Fonds schon jetzt in ihre Aktien investiert ist, wird er von den zu erwartenden Kurssprüngen profitieren", sagt Hansel Bleibtreu von First April Invest. Das Wendekonzept des Fonds sei ein erweiterter Best-in-class-Ansatz, erklärt er: Es komme schließlich darauf an, die am wenigsten nachhaltigen Unternehmen einer Branche zu bekehren. Schon etliche nachhaltige Fonds hätten einen derartigen Ansatz teilweise verwirklicht, weshalb sich in diesen Fonds haufenweise Aktien von Erdölkonzernen, Palmölproduzenten und Rüstungsfinanzierern fänden, so Bleibtreu. Mit dem Wendekonzept sei diese nachhaltige Strategie aber jetzt erstmals konsequent zu Ende gedacht worden.
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