28.04.13 Finanzdienstleister

Nachhaltigkeitsranking europäischer Metropolen veröffentlicht

Welche Metropolregionen in Europa sind nachhaltige Vorreiter und welche haben noch großen Nachholbedarf? Antworten auf diese Frage gibt eine aktuelle Analyse der Bank Sarasin aus Basel.

Deren Nachhaltigkeitsanalysten haben mehr als 200 europäischen Metropolregionen unter die Lupe genommen. Anhand von rund 80 Indikatoren zu den fünf Hauptthemen Lebensqualität, Demografie, Wirtschaft, Infrastruktur und Umwelt ermittelten sie ein Nachhaltigkeitsranking der europäischen Metropolen. Dabei stützt sich ihre Nachhaltigkeitsbewertung auf statistische Daten von EuroStat, dem Statistischen Amt der EU.

Die Metropolen der skandinavischen Länder, des deutschsprachigen Raumes und der Niederlande belegen im Sarasin Ranking mehrheitlich die Plätze im ersten Drittel. Angelsächsische Großstädte sowie französische und belgische Metropolen bilden das Mittelfeld. Metropolen aus dem Mittelmeerraum und aus den ehemaligen Ostblock-Staaten hingegen finden sich tendenziell eher auf den hinteren Rängen.

An der Spitze des Nachhaltigkeitsranking liegt hinter Stockholm, Oslo und Zürich mit München auch eine deutsche Metropole, gefolgt von Utrecht. Insbesondere die britischen Metropolen erzielten bei den Resultaten der fünf Hauptthemen ziemlich ausgewogene Ergebnisse. In Deutschland und Spanien dagegen zum Beispiel stellten die Experten der Bank Sarasin dagegen größere Abweichungen fest, so steht München auf Rang 4 die Platzierung von Magdeburg auf Rang 129 gegenüber.

Nord- und Südeuropa driften in der Liste der auf Nachhaltigkeit geprüften Metropolen weit auseinander. Das Gefälle zieht sich hier nahezu durch alle Bereiche, was jedoch speziell in punkto Wirtschaft und Umwelt gilt, denn zu den charakteristischen Schwierigkeiten des Südens und des Ostens gehören beispielsweise die Arbeitslosigkeit und die Luftverschmutzung.

Das Nachhaltigkeitsresearch der Bank Sarasin bezeichnet Regionen, welche wirtschaftlich gedeihen, eine hohe persönliche Lebensqualität bieten und gleichzeitig einen angemessenen Umweltschutz betreiben, als nachhaltig. Bei den vorderen und den hinteren Plätzen zeigt die Rangliste einen Zusammenhang zwischen dem Realeinkommen und der Nachhaltigkeit: Die reichsten Metropolen schneiden bezüglich Nachhaltigkeit deutlich besser ab als die ärmsten Regionen. Bei den mittleren Einkommen jedoch zeigt sich eine breite Streuung. So rangiert die englische Region Stoke-on-Trent mit rund 19 000 Euro bezüglich Nachhaltigkeit fast gleichauf mit der slowakischen Hauptstadt Bratislava, welche über eine doppelt so hohe Kaufkraft verfügt.
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