Das Emissionshaus Neitzel & Cie. hat eine Reihe von Beteiligungen an Solaranlagen auf den Markt gebracht. / Foto: Unternehmen

03.12.15 Anleihen / AIF

Neitzel-Solarfonds bringen mehr Erträge als prognostiziert

Die geschlossenen Solarfonds des Emissionshauses Neitzel & Cie. haben ihre  Ausschüttungsprognosen bisher erfüllt oder übertroffen. 2015 haben die Anlagen der Fonds mehr Strom erzeugt, als ursprünglich kalkuliert.
Die jüngsten Bilanzen der drei Deutschland-Solarfonds des Hamburger Emissionshauses Neitzel & Cie. zu den Stromerträgen und Ausschüttungen fällt positiv aus. Sowohl finanziell als auch energetisch brachten die Fonds ihren Anlegern in den Betriebsjahren bis 2014 insgesamt mehr, als zuvor prognostiziert.
Der Fonds Solarenergie Nord  (hier  im ECOanlagecheck) schüttete demnach bisher fünfmal Geld an seine Anleger aus. Dabei übertraf die tatsächliche Ausschüttung dreimal die Prognose: Für das Jahr 2011 erhielten die Investoren 8 Prozent anstatt der prognostizierten 7 Prozent auf ihr Anlagekapital. Für 2013 gab es 6,5  Prozent anstatt der in Aussicht gestellten 6 Prozent und für 2014 schütterte der Fonds mit 8 Prozent ein Prozent mehr aus als prognostiziert.

Beim geschlossenen Solarfonds „Solarenergie 2 Deutschland“ (unser  ECOanlagecheck  dazu) gab es Neitzel & Cie. zufolge bisher vier Ausschüttungen, für 2011 bis 2014. Hier lag die Zahlung für 2014 deutlich über der Prognose.  Anstatt 6 Prozent schüttete der Fonds zunächst 7 Prozent aus. Außerdem brachte der Verkauf einiger Dachsolaranlagen zusätzlich 6,66 Prozent als Sonderausschüttung.
Der dritte geschlossene Solarfonds „Solarenergie Deutschland 3“ (lesen Sie auch diesen  ECOanlagecheck)  hat bislang drei Ausschüttungsintervalle hinter sich. Die ersten Beiden zahlte der Fonds wie prognostiziert. Für 2014 sollte der Fonds 6,75 Prozent ausschütten. Bisher bekommen haben die Anleger 3,5 Prozent. Das Fondsmanagement geht aber davon aus, die ausstehenden 3,25 Prozent zu zahlen, sobald der Fonds alle geplanten Investitionen unter Dach und Fach gebracht hat. Ausschüttungen zu splitten ist bei geschlossenen Fonds und AIF grundsätzlich nicht ungewöhnlich.

2015 produzierten die Anlagen aller drei Fonds bis einschließlich Oktober mehr Strom als ursprünglich gedacht. Wenn auch einzelne Anlagen hinter den Prognosen blieben, lag der Stromertrag der Fonds „Solarenergie Nord“ und „Solarenergie 2 Deutschland“ 8,4 beziehungsweise 8,5 Prozent über dem Soll. Die Anlagen des Fonds Solarenergie 3 Deutschland lagen insgesamt rund fünf Prozent über ihren Soll-Annahmen.

Nach Angaben des Unternehmens haben 1.400 Anleger in diese Fonds von Neitzel & Cie. rund 40 Millionen Euro Eigenkapital investiert. Für insgesamt rund 150 Millionen Euro (Eigen- und Fremdkapital) habe man 19 Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 58 Megawatt (MW) erworben.
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