Die Kabeltrasse des fertigen Windparks Riffgat muss erst von Weltkriegsüberbleibseln befreit werden, bevor TenneT den Stromanschluss legen kann. / Quelle: Unternehmen

  Erneuerbare Energie

Netzanschluss für Offshore-Windpark Riffgat verzögert sich

Der Nordsee-Windpark Riffgat kann erst viel später ans Stromnetz angeschlossen werden als geplant. Diese neuerliche Verzögerung bei der Inbetriebnahme geht aber weder auf die Ingenieure noch direkt auf die für den Netzanschluss verantwortlichen Techniker des Netzbetreibers TenneT zurück: Munition aus dem zweiten Weltkrieg verhindert die Verlegung der Anschlusskabel.

Die EWE hatte bereits Mitte Juni 2013 den Abschluss der 14 monatigen Bauarbeiten verkündet. Seither sind die 30 Offshore-Windräder mit zusammen 108 Megawatt (MW) Leistungskapazität im Meer vor Borkum anschlussbereit. Allerdings werden sie nach EWE-Angaben frühestens 2014 in Betrieb gehen. Das Problem: Die auf der geplanten Kabeltrasse am Meeresgrund liegende Weltkriegsmunition wird von starker Strömung umhergetrieben. Nun muss die Kabeltrasse von dem Gefahrgut befreit werden.
Die verbindliche Zusage für den Stromnetzanschluss hatte TenneT ursprünglich für Marz 2013 gegeben. Seit Ende Oktober 2012 war der EWE zufolge aber offiziell klar, dass dieser Termin platzen würde. Mit der weiteren Verzögerung kommen zusätzliche Kosten auf die beteiligten Unternehmen und letztlich auch die Verbraucher zu. Denn ein Teil solcher Kosten wird seit der Umstellung der Haftungsregeln Ende 2012 über einen Offshore-Soli in der EEG-Umlage eingepreist.
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