Außenansicht der Universität Witten/Herdecke. Eine neue Anleihe soll Studiernenden ermöglichen, den Umgekehrten Generationenvertrag in Anspruch zu nehmen

05.11.14 Anleihen / AIF

Neue Anleihe: Als Anleger ein Uni-Studium finanzieren

Eine neue Anleihe zum Thema Bildung steckt in den Startlöchern. Zur Vorfinanzierung von Studiengebühren für Studierende einer privaten Hochschule in Nordrhein-Westfalen kommt in Kürze eine neue Anleihe auf den Markt.  Der Verein StudierendenGesellschaft Witten/Herdecke plant, über die „StudierendenAnleihe“ bis zu 7,5 Millionen Euro bei Anlegern einzuwerben.

Die Anleihe (ISIN DE000A12UD98) mit zehn Jähriger Laufzeit bis 2024 und 3,6 Prozent Zinssatz soll voraussichtlich zunächst zwischen dem 17. und 28. November 2014 verkauft werden. Mit Ablauf dieser Zeichnungsfrist sei die Notierung an der Börse Düsseldorf geplant, heißt es in den Informationen, die der Verein zu der Anleihe  online veröffentlicht hat. Einsteigen können Investoren ab 1.000 Euro. Der Wertpapierprospekt steht ebenfalls schon auf den Internetseiten der  StudierendenGesellschaft Witten/Herdecke und ist nach Vereinsangaben von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) genehmigt.
Die Mittel der Anleihe sollen den sogenannten Umgekehrten Generationenvertrag vorfinanzieren. Das ist ein Modell, das die StudierendenGesellschaft Witten/Herdecke den Studierenden anbietet, um die Gebühren für die Ausbildung an der Privat-Universität Witten/Herdecke zu bezahlen.

Wer den Umgekehrten Generationenvertrag in Anspruch nimmt, zahlt die Gebühren für das Studium erst nach dem Abschluss und erst, wenn das eigene Einkommen es zulässt. Anleger, die sich beteiligen sollen den Studierenden also zwischenzeitlich die Mittel für die Gebühren zur Verfügung stellen.  

Den Angaben zufolge sind weitere Anleihen mit jeweils bis zu 7 Millionen Euro geplant. Die aktuell bevorstehende Anleihe-Emission wird demnach von der GLS Bank aus Bochum begleitet.
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