Eine Biomasseanlage der Naturstrom AG: Bis zum 1. September können Betreiber ihre Gebote für die Biomasse-Ausschreibung bei der Bundesnetzagentur abgeben. / Foto: Naturstrom AG

21.07.17 Erneuerbare Energie

Neue Details zu Solarauktion – erste Biomasse-Auktion läuft

Die endgültigen Ergebnisse der Solar-Ausschreibung vom 1. Juni 2017 liegen vor. Die zuständige Bundesnetzagentur gab dazu Details der Auktion bekannt. Außerdem hat sie die erste Ausschreibung für Biomasseanlagen gestartet. Investoren können hierfür ihre Gebote bis zum 1. September 2017 abgeben.


Bei der Solar-Ausschreibung im Juni hatten die Bieter 133 Gebote mit einem Volumen von 646 Megawatt (MW) abgegeben – das Ausschreibungsvolumen von 200 MW war damit mehrfach überzeichnet (wir berichteten). Das kleinste eingereichte Gebot hatte demnach einen Umfang von 750 Kilowatt, während das größte 13,329 MW umfasste.

Der durchschnittliche Gebotswert lag bei 6,54 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh). Bei den 32 bezuschlagten Freiflächen- und Dachanlagen mit mehr als 750 Kilowatt Leistung habe der höchste Zuschlagswert bei 5,9 ct/kWh betragen, hieß es. Der durchschnittliche Zuschlagswert bei den erfolgreichen Solaranlagen sei um 0,92 auf 5,66 ct/kWh gesunken. In der vorherigen Ausschreibung lag er noch bei 6,58 ct/kWh. Die Bundesnetzagentur führt diesen sichtlichen Rückgang auf den anhaltend starken Wettbewerb zurück.

Ein Großteil der Zuschläge wurde laut Behörde für Gebote erteilt, die auf Ackerland in benachteiligten Gebieten errichtet werden sollen: Hier waren 16 Bieter erfolgreich. Viele Zuschläge gab es auch für Solaranlagen auf "sonstigen baulichen Anlagen" – das können zum Beispiel Kuhställe sein –, auf Randstreifen entlang von Autobahnen und auf Schienenwegen bzw. auf Grünflächen in benachteiligten Gebieten.

Der nächste Gebotstermin für Solaranlagen ist der 1. Oktober 2017. Es sollen wieder 200 Megawatt ausgeschrieben werden.

Erste Ausschreibung für Biomasseanlagen

Auch die Vergütungen für Energie aus Biomasseanlagen wird seit diesem Jahr über Ausschreibungen ermittelt. Die Bundesnetzagentur hat die erste Ausschreibungsrunde für Biomasse bereits eröffnet. Die niedrigsten Gebote erhalten den Zuschlag, bis das Volumen der Ausschreibungsrunde erreicht ist. Für diese Runde beträgt es 150 Megawatt.

Investoren können ihre Gebote bis zum 1. September 2017 abgeben. Das Höchstgebot beträgt den Angaben zufolge 14,88 ct/kWh. Es gilt das Gebotspreisverfahren, wonach der Zuschlagswert dem jeweils angebotenen Preis entspricht.

Eine Besonderheit bei den Auktionen für Biomasse ist, dass auch bereits in Betrieb genommene Anlagen teilnehmen dürfen. Sie können sich um eine zehnjährige Anschlussförderung bewerben, wenn ihre restliche Förderdauer nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) unter acht Jahren liegt. Gebote mit einer Größe von 150 Kilowatt oder weniger erhalten den Preis des letzten noch bezuschlagten Gebots als Zuschlagswert. Der Höchstwert für Gebote für bestehende Anlagen beträgt in dieser Runde 16,9 ct/kWh.

Die Ausschreibungsmengen sollen bei jeweils 150 MW für die Jahre 2017 bis 2019 und jeweils 200 MW für die Jahre 2020 bis 2022 liegen.
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