Neue Kredite und Bürgschaften sollen eno energy den Spielraum für weiteres Wachstum im europäischen Windkraftmarkt schaffen. Im Bild Wartungsarbeiten an einer Anlage der Windkraftspezialistin. / Foto: Unternehmen

10.02.16 Anleihen / AIF

Neue Kredite und Bürgschaften für eno energy

Frisches Geld und neue Bürgschaften in Millionenhöhe bekommt die Rostocker Windkraftspezialistin eno energy GmbH. Das ist ein Ergebnis der Verhandlungen von eno mit seinen Kreditgebern. Ob die Anleihe-Anleger der eno energy GmbH bei der Umstellung der Finanzen mitspielen, ist allerdings weiter offen.

Die eno enegy GmbH hat mit ihren Banken und Versicherern eine neue Finanzierung vereinbart. Das Konsortium der Hausbanken von eno energy unter der Führung der Postbank werde dem Unternehmen  zunächst für drei Jahre, also bis 2019, insgesamt 21,3 Millionen Euro zur Verfügung stellen, teilt das eno-Management mit. Diese Kredite beinhalten demnach eine Option zur Verlängerung um weitere zwei Jahre. Zugleich hätten die Kautionsversicherer den Avalrahmen, also den Rahmen für Bürgschaften und Garantien, auf 20 Millionen Euro ausgeweitet. Und auch das Land Mecklenburg-Vorpommern habe eine Landesbürgschaft gewährt, erklärt eno energy. Nach Angaben der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers beläuft sich diese Landesbürgschaft auf 12,5 Millionen Euro.

Mit den neuen Krediten will eno energy den wirtschaftlichen Spielraum erweitern. Zum einen soll das Auslandsgeschäft, bisher vor allem in Frankreich und Schweden, weiter forciert werden – auch durch die Erschließung neuer Märke. Seit 2014 betreibt eno energy beispielsweise eine  Niederlassung in Großbritannien. Zum anderen plant eno energy im Projektgeschäft größere Windparkvorhaben zu realisieren als bisher.  Bisher lagen die Größenordnungen der Bauvorhaben von eno energy oft bei bis zu 15 Megawatt (MW) Kapazität, künftig will eno energy Windparks mit 30 bis 40 MW realisieren, heißt es nun.

Einladung zur Versammlung der Anleihegläubiger am 25. Februar 2016

Diese Finanzierung ist nur der erste Schritt einer noch umfangreicheren Neufinanzierung (ECOreporter.de  berichtete). Ein Ziel im nächsten Schritt sei es, den Kreis der Kreditgeber um weitere Banken zu erweitern, erklärt eno energy jetzt. Die Windkraftspezialistin hat 2011 eine Anleihe auf den Markt gebracht. Dieses Wertpapier ist mit mit 7,35 Prozent jährlich verzinst. Über die Anleihe warb eno 10,1 Millionen Euro ein, die mit dem Laufzeitende zum 30. Juni 2016 zur Rückzahlung fällig sind. Teil des Finanzkonzepts ist die Verlängerung der Anleihe um drei Jahre bis 2019, bei gleichbleibenden Konditonen. Weil eno energy die Anleger bislang nicht mehrheitlich von dem Plan überzeugen konnte, steht dazu eine Gläubigerversammlung an. eno energy hat die Versammlung für den 25. Februar 2016 angekündigt.

Ob die Anleger mitziehen und den Plänen der Unternehmensführung zustimmen,ist ungewiss. Im Vorfeld hatte es einige  Kritik von Anlegerschützern an der Laufzeitverlängerung gegeben. Ursprünglich hatte eno energy geplant, die Gläubigerverammlung noch 2015 durchzuführen.
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