Der Fonds hat bereits einen Windpark gekauft der aus Windrädern des deutschen Herstellers Enercon besteht. Im Bild zwei Enercon-Windräder in Deutschland. / Foto: Unternehmen

  Anleihen / AIF

Neuer geschlossener Windfonds investiert in Großbritannien

Eine neue Windkraftbeteiligung ist gestartet: Zur Refinanzierung und zum Betrieb eines Windparks in der nordenglischen Grafschaft Cumbria ist ein neuer geschlossener Fonds für Privatanleger auf dem Markt. Initiator ist das Hamburger Emissionshaus Aquila Capital. Investiert wird dem Emissionshaus zufolge in eine Windfarm, die aus vier Windrädern von Enercon besteht und auf zwei Megawatt Leistungskapazität kommt.
Eine Besonderheit bei dem Windpark im Portfolio des neuen Fonds Aquila WindpowerINVEST II: Die vier Enercon-Anlagen, die Aquila zufolge seit März 2014 Strom produzieren sind jeweils von 800 kW auf 500 kW gedrosselt. Dazu Aquila-Geschäftsführer Stiehler: „Hintergrund der Drosselung ist, dass in Großbritannien für Anlagen bis 500 Kilowatt die attraktivste Einspeisevergütung gilt.“ Diese sei wie in Deutschland für 20 Jahre festgeschrieben.

Das  gesamte Fondsvolumen soll von Anlegern kommen. Fremdkapital, etwa in Form einer Bankfinanzierung, ist nicht vorgesehen: „Aquila Capital ist es gelungen, die Windkraftanlagen so günstig einzukaufen, dass wir für den Fonds kein Fremdkapital aufnehmen müssen“, sagt Axel Stiehler, Geschäftsführer bei Aquila Capital.
Der Fonds notiert in Britischen Pfund.  Knapp 19 Millionen Britische Pfund (umgerechnet 24,2 Millionen Euro) soll er bei Anlegern einwerben. Der Fonds WindpowerINVEST II soll zehn Jahre laufen. Zum Ertrag den die Investoren zum Ende dieser Laufzeit erhalten sollen, hat Aquila Capital gleich drei Prognoseszenarien aufgestellt. Je nach der Entwicklung sollen die Anleger zwischen 134,9 Prozent und 191,9 Prozent als Gesamtmittelrückfluss erhalten. Das heißt, sie erhalten zuzüglich zum eingezahlten Geld entweder 34,9 Prozent Ertrag  (Aquila nennt dies das „Low-Case-Szenario“) 64,3 Prozent („Base-Case-Szenario“) oder 91,9 Prozent („High Case Szenario“). Einsteigen können Anleger ab 10.000 Britischen Pfund zuzüglich 5 Prozent Ausgabeaufschlag (Agio). Umgerechnet in Euro bedeutet das, wer hier anlegen möchte, kann dies ab rund 12.600 Euro zuzüglich Agio tun.
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