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Neuer KI-Deal: Wasserstoffaktie Bloom Energy gewinnt fast 27 %
Der US-Brennstoffzellenhersteller Bloom Energy hat vom kanadisch-amerikanischen Vermögensverwalter Brookfield Asset Management einen Auftrag für den Einbau von Brennstoffzellen in Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) erhalten. Die Bloom-Aktie schießt auf ein neues Allzeithoch.
Brookfield wird laut Mitteilung bis zu 5 Milliarden US-Dollar für den Einsatz der Technologie von Bloom ausgeben. Es ist Brookfields erste Investition im Rahmen seiner Strategie, große KI-Rechenzentren mit Strom- und Recheninfrastruktur zu unterstützen. Dass dafür nun die Technologie von Bloom ausgewählt wurde, werten Analysten als zusätzlichen Vertrauensbeweis für den Brennstoffzellenhersteller.
Techkonzerne suchen nach unabhängiger Stromversorgung
Brookfield und Bloom erklärten, gemeinsam an der Planung und dem Bau von "KI-Fabriken" auf der ganzen Welt arbeiten zu wollen. Darunter ist demnach auch ein Standort in Europa, der noch vor Jahresende vorgestellt werden soll.
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Bloom hat nach eigenen Angaben bereits Brennstoffzellen mit einer Leistung von mehreren hundert Megawatt für verschiedene Kunden installiert. Zuletzt hatte schon ein Vertrag für die Ausrüstung von Rechenzentren des US-Techkonzerns Oracle den Börsenkurs von Bloom in die Höhe getrieben.
Die KI-Branche hat gewaltige Pläne für den Ausbau von Rechenzentren. Der Chipentwickler Nvidia und das vor allem für den KI-Bot ChatGPT bekannte Softwareunternehmen OpenAI etwa kündigten kürzlich eine Partnerschaft an, um Rechenzentren mit einer Leistung von 10 Gigawatt zu bauen. Das entspräche etwa dem Stromverbrauch von New York City im Hochsommer.
Der enorme Energiehunger der KI-Rechenzentren stößt jedoch auf das überalterte und marode US-Stromnetz, das oft nur langsam zusätzliche Stromkapazitäten bereitstellen kann. Rechenzentren drohen auch, die Strompreise für Privatkunden in die Höhe zu treiben. Konzerne suchen deshalb nach unabhängigen Möglichkeiten zur Stromversorgung.
Die Brennstoffzellen von Bloom sind allerdings nicht zwingend eine saubere Lösung. Sie können neben Wasserstoff und Biogas auch mit Erdgas betrieben werden. Brookfield äußerte sich in seiner Pressemitteilung nicht im Detail zu den Betriebsplänen, hob jedoch hervor, dass die Technologie "brennstoffflexibel" sei.
Als Reaktion auf die Neuigkeit gewann die Aktie von Bloom am gestrigen Montag 26,5 Prozent und markierte ein neues Allzeithoch. Aktuell kostet sie im Tradegate-Handel 93,19 Euro und ist damit 2,0 Prozent im Minus zum Vortag – mutmaßlich wegen Gewinnmitnahmen (Stand: 14.10.2025, 13:00 Uhr). Im Monatsvergleich gewann die Aktie 50,3 Prozent an Wert, im Jahresvergleich verzeichnet sie mittlerweile ein Plus von 864 Prozent.
Bloom gehört zu den interessanteren Wasserstoff-Investments – dennoch rät ECOeporter zur Vorsicht. Die enormen Kursgewinne erhöhen auch das Risiko für drastische Rücksetzer, sollte die KI-Euphorie nachlassen. Zudem hat Bloom zwar operativ große Fortschritte erzielt, die Gewinnzone aber noch nicht erreicht. Der Nachweis, dass Bloom sein Geschäft tatsächlich verlässlich profitabel betreiben kann, steht noch aus. Aktuell ist die Aktie nur ein Kandidat für sehr risikobereite Anlegerinnen und Anleger, die eine Wette auf Profite aus dem KI-Geschäft und einer weiter steigenden Nachfrage nach Blooms Brennstoffzellen abschließen wollen.
Bloom Energy Corp. CL A: ISIN US0937121079 / WKN A2JQTG
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