Sollten nachhaltige Anlegerinnen und Anleger auf Wasserstoff-Aktien setzen? / Foto: imago images, Jochen Tack

12.11.20 Aktientipps , Nachhaltige Aktien

Nel, Nikola und Co.: Das sind die besten Wasserstoff-Aktien

Wasserstoff-Aktien: Sind sie wirklich das nächste große Ding – oder viel Hype und wenig dahinter? Wo sich der Einstieg lohnen kann und um welche Papiere Anlegerinnen und Anleger lieber einen Bogen machen sollten.

Was soll Wasserstoff nicht alles leisten: fossile Kraftstoffe ablösen, mit Brennstoffzellen emissionsfreie Mobilität ermöglichen und als Energiespeicher dienen. 9 Milliarden Euro will die Bundesregierung in den Aufbau einer Wasserstoff-Industrie in Deutschland stecken, die Bundesrepublik soll zur Nummer eins in der Welt werden. 

Aber Wasserstoff lässt sich nicht vom Baum pflücken und in einen Tank füllen. Er muss erzeugt werden. Derzeit wird er vor allem aus Erdgas gewonnen, das von heißem Dampf in seine Bestandteile Wasserstoff und Kohlenmonoxid zerlegt wird. Künftig soll die immer billigere erneuerbare Energie aus Solarzellen oder Windrädern umweltfreundlich Wasserstoff herstellen – mittels Elektrolyse, die Wasser aufspaltet.

Wasserstoff kann in bestehenden Netzen gespeichert werden

Speicherbar ist der Wasserstoff praktischerweise unter anderem im bestehenden Erdgasnetz. Ob Flugzeug, Lkw oder in der Stahl- und Chemieindustrie – Einsatzgebiete gäbe es genug. Die Wasserstoffindustrie sieht sich in der Lage, bis 2050 bis zu 24 Prozent des Gesamtenergiebedarfs in der EU zu decken. Sagt sie zumindest. 

Doch noch ist Wasserstoff teuer und nicht effizient: Produziert eine Brennstoffzelle aus Wasserstoff Strom und treibt damit einen Pkw an, werden gerade einmal 30 Prozent der Energie wieder auf die Straße gebracht, die für die Wasserstofferzeugung nötig war. Das Elektroauto, oft gescholten, ist um einiges effizienter. Das Ergebnis: Für Brennstoffzellen gibt es kaum einen Markt. Brennstoffzellenautos beispielsweise sind auf deutschen Straßen exotischer als Ferraris.

Daher gilt für Brennstoffzellenhersteller ebenso wie für die Produzenten von Wasserstoff selbst, dass das Geschäftsmodell auch eine Wette auf eine künftige Nachfrage ist. Eine Ausnahme bilden etwa Unternehmen, die zwar auch, aber nicht nur auf Wasserstoff setzen – hier gibt es ebenfalls etablierte und profitabel arbeitende Beispiele.

Über folgende Wasserstoffunternehmen berichtet ECOreporter regelmäßig:

  • Ballard Power
  • PowerCell
  • Plug Power
  • SFC Energy
  • Nikola
  • Nel ASA
  • ITM Power
  • FuelCell Energy
  • Enapter
  • Linde
  • Air Liquide

Details zur Einschätzung der Aktien und ihrer Kursentwicklung finden Sie in unserem Premiumbereich.

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