Roche gehört zu den ECOreporter-Dividendenkönigen. Die Aktie ist aktuell günstig zu haben. / Foto: Unternehmen

  Aktientipps, Aktien-Favoriten

Nachhaltige Dividendenkönige: Bei diesen Aktien kann sich der Einstieg jetzt lohnen

Die ECOreporter-Favoriten-Aktien der Kategorie Nachhaltige Dividendenkönige kommen bislang überwiegend sehr gut durch die Corona-Krise. Einige Unternehmen haben ihre Gewinne sogar deutlich gesteigert, und alle zahlen attraktive Dividenden. Bei welchen Aktien bieten sich derzeit Kaufgelegenheiten?

Die ECOreporter-Dividendenkönige sind meist große Konzerne, die seit vielen Jahren Gewinne erzielen, ihre Dividenden regelmäßig anheben und auch in Krisenzeiten nicht leicht vom Kurs abkommen. Tiefgrün sind sie nicht, aber sie gehen besser mit Mensch und Umwelt um als viele ihrer Konkurrenten.

Roche ersetzt Fresenius

Im September 2021 hat die Redaktion den Schweizer Pharmakonzern Roche neu in die Liste der Dividendenkönige aufgenommen. Weichen musste dafür der Bad Homburger Gesundheitskonzern Fresenius - wegen Problemen bei der Nachhaltigkeit (mehr dazu können Sie hier lesen).

Dividenden haben 2021 trotz der Corona-Krise alle 15 Dividendenkönige gezahlt. Viele erhöhten sogar ihre Ausschüttungen. Für 2022 liegt die erwartete Dividendenrendite der 15 Aktien aktuell im Schnitt bei 2,4 Prozent.

Und auch die Aktienkurse haben sich überwiegend gut entwickelt. Sieben Aktien haben auf fünf Jahre gesehen mindestens 50 Prozent an Wert gewonnen. Die beste schaffte einen Zuwachs von mehr als 130 Prozent. Im Jahresvergleich sind 13 von 15 Aktien im Plus, auf Sicht von einem Monat liegt der höchste Wertzuwachs bei 9 Prozent.

Im Premium-Bereich erfahren Sie, bei welchen Nachhaltigen Dividendenkönigen sich derzeit Kaufgelegenheiten bieten.

Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.

So haben sich die Kurse der Dividendenkönige entwickelt (sortiert nach der Jahres-Performance):

UnternehmenBrancheWKNAktueller Kurs in € (16.9.2021)Kursent-wicklung 1 Monat (%)Kursent-wicklung 1 Jahr (%)Kursent-wicklung
5 Jahre (%)
Erwartete Dividenden-rendite (%)Markkapita-lisierung in Milliarden €
Deutsche Post DHLTransport/Logistik55520060,853,655,8119,12,875
SEBBank85976812,002,350,833,25,426
Novo NordiskPharmaA1XA8R86,95-1,649,8108,61,6151
AflacVersicherungen85308146,26-4,749,443,82,431
Cisco SystemsIT/Kommunikation87884149,561,842,174,92,5209
StrykerMedizintechnik864952236,105,232,0132,31,089
SiemensTechnologie723610149,503,526,339,02,5119
LindeChemieA2DSYC267,301,625,6*1,4138
IntelIT/Kommunikation85568146,782,910,643,42,6190
Canadian National RailwayTransport/Logistik89787999,949,08,778,21,671
Procter & Gamble Konsumgüter852062122,780,94,956,82,3298
RochePharma855167316,20-6,41,345,52,7290
Colgate-PalmoliveKonsumgüter85066765,52-3,00,61,92,455
SAPIT/Kommunikation716460122,10-2,7-9,954,61,5144
HenkelKonsumgüter60484379,86-8,6-13,7-34,72,314

Daten ohne Gewähr; Stand: 16.9.2021, 12:00 Uhr; * Linde plc ist in dieser Form erst seit Oktober 2018 an der Börse

Bei diesen Aktien kann sich der Einstieg aktuell lohnen

Der neue ECOreporter-Dividendenkönig Roche gehört mit einer Marktkapitalisierung von knapp 290 Milliarden Euro zu den wertvollsten europäischen Aktiengesellschaften. Der Schweizer Pharmariese ist ein Weltmarktführer bei Krebsmitteln, Labordiagnostik und Präparaten für die Transplantationsmedizin. Im ersten Halbjahr 2021 profitierte Roche unter anderem von der hohen Nachfrage nach Corona-Tests, der Umsatz stieg trotz ungünstiger Wechselkurse um 5 Prozent zum Vorjahr auf umgerechnet 28 Milliarden Euro.

Währungsbereinigt wuchs der Gewinn um 2 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr 2021 erwartet das Management ein währungsbereinigtes Plus bei Umsatz und Gewinn im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Der Aktienkurs hat zuletzt etwas nachgegeben (siehe Tabelle), das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2021 liegt bei 17 – ein attraktives Einstiegsniveau.

Im Ende Juli abgeschlossenen Geschäftsjahr 2021 steigerte Cisco den Umsatz zum Vorjahr um 1 Prozent auf knapp 50 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn ging wegen gestiegener Kosten in den Bereichen Forschung, Verwaltung und Umstrukturierung um 6 Prozent auf 10,6 Milliarden Dollar zurück. Für das neue Geschäftsjahr kalkuliert der US-Netzwerkausrüster trotz erwarteter Lieferengpässe bei Halbleitern mit einem Umsatzplus von 5 bis 7 Prozent und einem Nettogewinn je Aktie von 2,72 bis 2,84 Dollar. 2021 lag der Gewinn je Aktie bei 2,50 Dollar.

Cisco geht davon aus, 2025 etwa die Hälfte seines Umsatzes mit Software- und Service-Abos statt mit dem schwankungsanfälligeren Hardware-Geschäft zu erzielen. Die Renditen des Konzerns sind beachtlich: Die Nettogewinnmarge lag in den letzten Quartalen meist bei über 20 Prozent, und Ciscos Aussichten bleiben gut. Trotz eines Kurszuwachses von 42 Prozent auf Jahressicht ist die Aktie mit einem erwarteten KGV für das laufende Geschäftsjahr von 18 weiterhin günstig bewertet (Stand aller Daten und Einschätzungen in diesem Artikel: 16.9.2021).


Die Deutsche Post will nun doch weitere Streetscooter bauen, nachdem die Produktion eigentlich schon eingestellt werden sollte. / Foto: Unternehmen

Die Deutsche Post DHL Group profitiert weiterhin vom boomenden Internethandel – und das sogar noch stärker als ursprünglich erwartet. Im zweiten Quartal 2021 war der Nettogewinn mit 1,3 Milliarden Euro mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum. In der Folge hob der Konzern zum zweiten Mal die Jahresprognose an – und  die Erwartungen für die Folgejahre gleich mit. Die Aktie der Deutschen Post gehört in der Corona-Krise zu den Gewinnern: Im Jahresvergleich hat sie rund 56 Prozent zugelegt, auf fünf Jahre gesehen beträgt das Plus fast 120 Prozent. Trotzdem ist die Aktie nicht teuer, das erwartete KGV liegt bei 15.

Im April hat die Deutsche Post ihre neuen Nachhaltigkeitspläne vorgestellt: Unter anderem will der Konzern 280 klimaneutrale Zustellstützpunkte errichten, die CO2-Emissionen aller Briefsendungen durch die Beteiligung an zertifizierten Klimaschutzprojekten ausgleichen und mehrere tausend neue elektrisch angetriebene Streetscooter bauen. Im August kündigte das Unternehmen an, zwölf Elektroflugzeuge für den Frachtverkehr zu kaufen.

Die Aktien der Konsumgüterkonzerne Colgate-Palmolive und Procter & Gamble haben auf fünf Jahre gesehen um die 50 Prozent an Wert gewonnen und sind derzeit mit einem KGV von jeweils 25 noch moderat bewertet. Die US-Unternehmen haben ein Corona-resistentes Geschäftsmodell: Seife, Zahnpasta und Reinigungsmittel werden auch in Krisenzeiten gebraucht.

Procter & Gamble konnte im Ende Juni abgeschlossenen Geschäftsjahr 2021 Umsatz und Ergebnis steigern und erwartet weiteres Gewinnwachstum. Auch Colgate-Palmolive meldete zuletzt gute Zahlen.

Die Skandinaviska Enskilda Banken (SEB) hat 2020 wegen drohender Kreditausfälle im Zuge der Corona-Krise deutlich höhere Rückstellungen bilden müssen. Der Gewinn ging deshalb um 24 Prozent auf 1,55 Milliarden Euro zurück - bei einem Umsatz von 4,9 Milliarden Euro aber immer noch ein sehr solider Wert. Mittlerweile ist das Geschäft bereits wieder spürbar auf Erholungskurs: Im ersten Quartal 2021 legte der Gewinn deutlich um 32 Prozent zum Vorjahr zu, im zweiten Quartal verdoppelte er sich sogar.

Dabei half, dass die Bank weniger Rückstellungen für ausfallgefährdete Kredite bilden musste. Nach der Dividendenpause im letzten Jahr hat die SEB 2021 auch wieder Ausschüttungen an die Aktionäre geleistet. Die erwartete Dividendenrendite für das Geschäftsjahr 2021 liegt bei hohen 5,4 Prozent (siehe Tabelle).

Im Jahresvergleich ist der Börsenkurs um 51 Prozent gestiegen. Mit einem erwarteten KGV von 11 ist die Aktie dennoch weiterhin günstig zu haben.


Canadian National Railway profitiert von einer steigenden Nachfrage nach Gütertransporten auf der Schiene. / Foto: Unternehmen

Knapp 78 Prozent hat die Aktie des kanadischen Eisenbahnbetreibers Canadian National Railway (CN) seit September 2016 an Wert gewonnen. CN ist mit moderaten Umsatz- und Gewinneinbußen durch das Corona-Jahr 2020 gekommen. Nach einem stabilen ersten Quartal 2021 stiegen im zweiten Quartal Umsatz und Gewinn wieder deutlich. Für das Gesamtjahr hat der Konzern seine Prognose erhöht, weil die Industrieproduktion in Nordamerika wieder anzieht: Der Umsatz soll im hohen einstelligen Prozentbereich wachsen, der Gewinn zweistellig.

Die geplante Übernahme des US-Bahnbetreibers Kansas City Southern hat sich unterdessen zerschlagen. Die Regulierungsbehörden verweigerten dem Deal wegen wettbewerbsrechtlicher Bedenken ihre Zustimmung. Jetzt geht Kansas City Southern wahrscheinlich an den CN-Konkurrenten Canadian Pacific Railway. Viele CN-Aktionäre sind aber erleichtert über die Entwicklung, ihnen war die Übernahme ohnehin zu teuer. Zudem erhält CN nach dem geplatzten Deal noch ein milliardenschweres "Schmerzensgeld" von Canadian Pacific Railway. Die CN-Aktie hat auf Monatssicht 9 Prozent gewonnen, das erwartete KGV liegt bei noch moderaten 26.

Die SAP-Aktie notiert im Jahresvergleich knapp 10 Prozent im Minus. Der Hintergrund sind Änderungen in der Geschäftsstrategie: Konzernchef Christian Klein will SAP langfristig zu einem reinen Cloud-Anbieter umformen. Weil dafür zunächst mehr Investitionen in Technik und Marketing nötig sind, nimmt der Konzern in diesem und im kommenden Jahr ein niedrigeres Ergebnis in Kauf.  Bei der ersten Präsentation der Pläne im Oktober 2020 brach die Aktie ein. Viele Spekulanten waren offenbar von höheren Margen-Erwartungen für die nächsten zwei Jahre ausgegangen und verkauften ihre Aktien. Seitdem hat sich der Kurs allerdings schon wieder fast vollständig erholt.

Wer mit Weitblick anlegt, könnte von den neuen Plänen des Unternehmens profitieren. Das Cloud-Geschäft wächst wie erhofft deutlich, nach einem starken zweiten Quartal hob der Konzern seine Prognose erneut an. Zuletzt hat SAP seine Zusammenarbeit mit Google ausgebaut und das German Sustainability Network (GSN) mitgegründet, eine IT-Plattform zur Förderung von Nachhaltigkeit in der Versicherungswirtschaft. Für nachhaltig orientierte Anlegerinnen und Anleger weniger erfreulich: Im April gab der Konzern zu, illegal Software an Firmen im Iran geliefert zu haben.

Wirtschaftlich steht SAP trotz der tiefgreifenden Umstrukturierungen sehr gut da. Mit einem KGV von 20 ist die Aktie derzeit attraktiv bewertet.

Gut, aber nicht günstig

Der Insulinhersteller Novo Nordisk hat im ersten Halbjahr 2021 Umsatz und Gewinn gesteigert und erhöhte Anfang August zum zweiten Mal seine Jahresprognose. Der dänische Konzern profitiert davon, dass weltweit immer mehr Medikamente zur Behandlung von Diabetes benötigt werden. Nach Kursgewinnen von fast 50 Prozent in den letzten zwölf Monaten ist die Aktie mit einem erwarteten KGV von 32 derzeit allerdings nicht günstig.

Auch Stryker hat nach einem guten ersten Halbjahr seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Der US-Medizintechnikkonzern geht mittlerweile sogar davon aus, in diesem Jahr bessere Geschäfte zu machen als 2019, also vor Ausbruch der Pandemie.

Stryker besitzt eine robuste Kapitalstruktur und stärkt zudem schon seit Jahren durch strategische Unternehmenszukäufe seine Marktposition.Die Aktie liegt auf fünf Jahre gesehen 132 Prozent im Plus. Mit einem erwarteten KGV von 29 ist sie kein Schnäppchen, für Anlegerinnen und Anleger mit einem langen Investitionshorizont kann sich der Einstieg angesichts der positiven Aussichten aber nach wie vor lohnen.

Das erwartete KGV der Linde-Aktie liegt noch etwas höher: bei 30. Wirtschaftlich steht der Weltmarktführer bei Industriegasen hervorragend da. Im zweiten Quartal 2021 legte der Umsatz um 19 Prozent zum Vorjahr zu, der Nettogewinn stieg sogar um 42 Prozent. Linde hat ebenfalls seine Prognose erhöht: Der Gewinn soll 2021 um bis zu 25 Prozent höher ausfallen als 2020. Der Konzern will in Zukunft auch verstärkt auf Wasserstoff setzen und kündigte zuletzt entsprechende Projekte unter anderem zusammen mit dem Chip-Hersteller Infineon und in der Nähe der Niagarafälle an. Langfristig sieht ECOreporter bei Linde weiterhin großes Potenzial.


Solarheimspeicher von Siemens. Der Konzern befindet sich im Umbau, das Energiegeschäft wurde 2020 in die ebenfalls börsennotierte Siemens Energy AG ausgegliedert. / Foto: Siemens

Für risikofreudige Anlegerinnen und Anleger

Siemens verzeichnet derzeit eine hohe Nachfrage in allen Konzernsegmenten, auch in der zwischenzeitlich schwächeren Mobilitätssparte. Aus den USA erhielt Siemens Anfang Juli einen Milliardenauftrag für 73 Züge mit unterschiedlichen Antriebsvarianten. In Ägypten soll der Konzern ein elektrisches Schnellzugnetz aufbauen, einen "Suezkanal auf Schienen".

Ende Juni erhöhte Siemens auf Druck von Aktionären seine Ziele. In den kommenden drei bis fünf Jahren soll der Umsatz demnach durchschnittlich um 5 bis 7 Prozent pro Jahr wachsen. Das Ergebnis je Aktie vor Kaufpreisallokationen – also bereinigt um Auswirkungen von Unternehmenszukäufen – soll jährlich im „hohen einstelligen Bereich“ zulegen. Kritik kam Ende Mai von mehr als 30 EU-Abgeordneten: Sie forderten Siemens auf, die Lieferung von Gasturbinen für zwei Kraftwerke im autoritär regierten Belarus zu stoppen.

Auch wenn Siemens in diesem Jahr bislang gute Geschäfte gemacht hat: Der Umbruch mit Fokus auf digitale Geschäftsfelder schafft erhöhte Unsicherheiten. Wie gut das Unternehmen mittelfristig aufgestellt sein wird, lässt sich derzeit schwer abschätzen. Für risikofreudige Anlegerinnen und Anleger bieten sich momentan Kaufgelegenheiten: Das erwartete KGV für das laufende Geschäftsjahr liegt bei noch vertretbaren 20.

Der US-Versicherer Aflac hat sich 2020 nach einem schwachen ersten Halbjahr gut erholt und das Jahr mit einem Gewinnanstieg abgeschlossen. Auch 2021 laufen die Geschäfte bislang zufriedenstellend. Für das Gesamtjahr und auch für 2022 rechnet der Konzern aber wegen der Folgen der Corona-Krise mit Umsatzverlusten von ungefähr 2 Prozent pro Jahr. Im Dezember 2020 erhöhte Aflac seine Quartalsdividende um 18 Prozent. Trotz fast 50 Prozent Kurszuwachs auf Jahressicht ist die Aktie mit einem erwarteten KGV von 10 weiterhin günstig bewertet. Allerdings lässt sich schwer einschätzen, welche mittelfristigen Folgen die Pandemie auf Versicherungsgeschäfte in den Aflac-Kernmärkten Japan und USA haben wird.


Intel stellt auch Chips für selbstfahrende Autos her. / Foto: Unternehmen

2020 erzielte Intel einen Rekordumsatz und machte mehr Gewinn als erwartet - obwohl der US-Chiphersteller die Einführung einer neuen Chip-Generation um sechs Monate verschieben musste und seine Großkunden Apple und Microsoft verlor. Auch das laufende Jahr bleibt herausfordernd: Im zweiten Quartal lagen Umsatz und Gewinn zwar über den Erwartungen, der Ausblick des Unternehmens enttäuschte aber.

Die anfangs scharf kritisierte Entscheidung des Weltmarktführers, seine Chips anders als viele Konkurrenten weiterhin selbst zu produzieren, könnte sich hingegen als Pluspunkt erweisen. Denn nicht nur wegen der Corona-Krise ist es in der Chip-Industrie zuletzt immer wieder zu Lieferengpässen gekommen. Wer seine Halbleiter selber herstellt, hat eine höhere Planungssicherheit. In den USA will Intel für 20 Milliarden US-Dollar zwei neue Chip-Fabriken bauen, in Europa sind Investitionen von 80 Milliarden Euro geplant. Zudem tritt der Konzern künftig auch als Auftragsfertiger auf. Doch auch mit eigenen Produktionsstätten dürfte der Konkurrenzdruck hoch bleiben, denn mancher Mitbewerber hat Intel mittlerweile technologisch eingeholt.

ECOreporter traut es Intel dennoch zu, auch in den nächsten Jahren solide Gewinne zu erzielen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Ein Selbstläufer ist die Aktie allerdings nicht mehr. Was für ein Investment spricht: Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2021 von 11 ist sie derzeit preiswert.

Hier rät ECOreporter zur Vorsicht

Der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern Henkel hat bereits seit längerer Zeit Schwierigkeiten, seine Marktstellung zu verteidigen. 2020 ging der Umsatz um 0,7 Prozent zurück, der Gewinn sank um 22 Prozent.

Das erste Halbjahr 2021 lief besser als erwartet, der Umsatz stieg um 22 Prozent – und der Konzern erhöhte seine Prognose. Im Gesamtjahr will Henkel um 6 bis 8 Prozent wachsen, erwartet aber einen Rückgang der Vorsteuermarge auf ungefähr 14 Prozent.

Mit einem Minus von knapp 35 Prozent auf Sicht von fünf Jahren hat sich die Henkel-Aktie nicht gut entwickelt, alleine im letzten Monat verlor sie 8,6 Prozent. Angesichts der erhöhten Risiken ist die Aktie mit einem erwarteten KGV von 17 nicht günstig bewertet. Interessierte Anlegerinnen und Anleger sollten die weitere Geschäftsentwicklung des Unternehmens sorgfältig beobachten. Zum jetzigen Zeitpunkt rät ECOreporter defensiven Investoren von einem Einstieg in die Aktie ab.

Porträts aller ECOreporter-Dividendenkönige finden Sie hier.

Sie wollen in der Corona-Krise in Aktien investieren? Dann beachten Sie bitte diese ECOreporter-Ratschläge.

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