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Nachhaltige ETFs: Kurzfristig unter Druck, langfristig bis zu 300 % im Plus
Steigende Ölpreise, neue Inflationssorgen und die Aussicht auf höhere Zinsen haben zuletzt für Unruhe an der Börse gesorgt. Die von ECOreporter untersuchten nachhaltigen ETFs haben in den vergangenen vier Wochen im Schnitt an Wert verloren. Langfristig konnten einige ETFs ihren Wert allerdings verdoppeln oder sogar verdreifachen. Der ECOreporter-Überblick zeigt, welche Investments eine gute Idee bleiben.
Die internationalen Aktienmärkte waren freundlich in die zweite Augusthälfte gestartet. Vor allem US-Technologieaktien profitierten von guten Unternehmenszahlen und dem anhaltenden KI-Boom. Zuletzt drückten jedoch der Iran-Krieg und steigende Energiepreise wieder stärker auf die Stimmung. Hinzu kommen Sorgen vor einer anhaltend hohen Inflation und steigenden Zinsen.
Bei den nachhaltigen ETFs zeigt sich entsprechend ein gemischtes Bild. Während einzelne Produkte gegen den Abwärtstrend zulegen konnten, verloren andere innerhalb von vier Wochen fast 11 Prozent. Im Schnitt büßten die geprüften 47 Produkte im Monatsvergleich 3,7 Prozent an Wert ein. Welche ETFs sich zuletzt am besten geschlagen haben und welche Produkte langfristig besonders erfolgreich sind, zeigt der aktuelle ECOreporter-Überblick.
Investieren Sie langfristig!
Kurzfristige Schwankungen gehören an den Aktienmärkten dazu. Wer bei Rücksetzern verkauft oder nach kräftigen Kursanstiegen unüberlegt einsteigt, verschlechtert häufig seine Renditechancen. Bei ETFs gilt deshalb genauso wie bei aktiv gemanagten Fonds und Einzelaktien: Bewahren Sie Ruhe und investieren Sie langfristig. ECOreporter empfiehlt in der Regel eine Mindestanlagedauer von fünf bis zehn Jahren.
Die Redaktion hat bereits 191 ETF-Tests durchgeführt. In ihre Performance-Übersicht (siehe Tabelle im Premium-Bereich) hat sie aber nur einen Teil der getesteten ETFs aufgenommen. Denn bei vielen der Tests stellte sich heraus, dass es mit der Nachhaltigkeit der Produkte nicht weit her ist. Gerade bei Ausschlüssen problematischer Geschäftsfelder gehen viele Anbieter inkonsequent vor.
Um den Etikettenschwindel besser zu bekämpfen, gelten seit 2025 strengere europäische Vorgaben für die Namen nachhaltiger Fonds und ETFs. Hunderte angeblich nachhaltige Fonds und ETFs mussten 2025 ihre Namen ändern oder ihre Anlagestrategie anpassen. Gleichzeitig nutzen manche Anbieter inzwischen neue, bislang nicht regulierte Begriffe wie "Screened", "Select" oder "Committed", um weiterhin einen nachhaltigen Eindruck zu vermitteln. Die europäische Wertpapieraufsichtsbehörde ESMA fordert deshalb bereits Nachbesserungen.
Eine vollständige Liste aller von ECOreporter getesteten ETFs können Sie sich hier ansehen
In unserer sortierbaren Performance-Übersicht listen wir nur ETFs auf, die im ECOreporter-Test mindestens eine Nachhaltigkeitsnote von 3,8 erhalten haben und damit zumindest als hellgrün gelten können. Diese Bedingung gilt nicht nur für die Gesamtnote Nachhaltigkeit, sondern auch noch einmal separat für die Bewertung der Aktienauswahl. Details zum Benotungssystem von ECOreporter finden Sie hier.
Die Tabelle der ETFs mit ihrer Wertentwicklung über verschiedene Zeiträume finden Sie im folgenden Premium-Bereich. Dort lesen Sie auch Einschätzungen zu den finanziell erfolgreichsten und zu den nachhaltigsten ETFs.
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