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Nachhaltige ETFs bleiben erfolgreich: Bis zu 360 % Plus in fünf Jahren
Obwohl Kriege und Inflationssorgen die Schlagzeilen bestimmen, haben die meisten nachhaltigen ETFs im Mai weiter zugelegt – nachdem bereits im April kräftige Anstiege verzeichnet wurden. Und auch auf lange Sicht gibt es ETFs, bei denen sich ein Investment ausgezahlt hat. Der große ECOreporter-Überblick.
Der Krieg im Nahen Osten, Unsicherheiten wegen der weltweiten Inflationsentwicklung und die schwer berechenbare Politik der US-Regierung sorgen weiterhin für Unruhe an den Finanzmärkten. Gleichzeitig setzen viele Anleger darauf, dass die Weltwirtschaft trotz der Belastungen stabil bleibt. Vor allem Technologieunternehmen profitieren von anhaltend hohen Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI), während erneuerbare Energien durch die gestiegenen Preise für Öl und Gas wieder stärker in den Fokus gerückt sind. In den letzten Wochen erzielten manche ETFs zweistellige Zugewinne.
Bewahren Sie Ruhe!
Für Anleger bleibt aber entscheidend, kurzfristige Marktbewegungen nicht überzubewerten. Wer bei Kursrückgängen in Panik verkauft oder nach starken Anstiegen unüberlegt einsteigt, verschlechtert häufig seine Renditechancen. Aktuell ist bei ETFs genauso wie bei aktiv gemanagten Fonds und Einzelaktien wichtiger denn je: Bewahren Sie Ruhe und planen Sie mit einem langen Investitionshorizont. In der Regel empfiehlt ECOreporter bei ETFs eine Mindestanlagedauer zwischen fünf bis zehn Jahren.
Die Redaktion hat bereits 183 ETF-Tests durchgeführt. In ihre Performance-Übersicht (siehe Tabelle im Premium-Bereich) hat sie aber nur 48 ETFs aufgenommen. Denn bei vielen der Tests stellte sich heraus, dass es mit der Nachhaltigkeit der Produkte nicht weit her ist. Gerade bei Ausschlüssen problematischer Geschäftsfelder gehen viele Anbieter oft inkonsequent vor.
Um den Etikettenschwindel besser zu bekämpfen, hat die EU die Regeln für die Benennung nachhaltiger Fonds und ETFs geändert. Hunderte angeblich nachhaltige Fonds und ETFs mussten 2025 ihre Namen ändern, weil sie die Bedingungen für die Verwendung von "Begriffen mit Nachhaltigkeitsbezug" nicht erfüllten. Allerdings sind die von der europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA vorgegebenen Mindeststandards nicht besonders streng. Zudem versuchen Anbieter vielfach, durch die Verwendung von anderen, nicht regulierten Marketingbegriffen weiterhin eine Nachhaltigkeit zu suggerieren, die sich im Portfolio nicht findet. ETFs nennen sich dann etwa "Leader" oder "Screened". Die europäische Wertpapieraufsichtsbehörde ESMA fordert deshalb bereits Nachbesserungen.
Eine vollständige Liste aller von ECOreporter getesteten ETFs können Sie sich hier ansehen
In unserer ab sofort auch sortierbaren Performance-Übersicht listen wir nur ETFs auf, die im ECOreporter-Test mindestens eine Nachhaltigkeitsnote von 3,7 erhalten haben und damit zumindest als hellgrün gelten können. Das Testverfahren hat ECOreporter in den letzten Monaten leicht geändert: Seitdem erhalten ETFs genauso wie aktiv gemanagte Fonds eine Gesamtnote. Dazu gehört auch ein Überblick über die Bewertung von Unterkategorien wie Wertentwicklung und nachhaltige Wirkung. Details zum Benotungssystem von ECOreporter finden Sie hier.
Eine Tabelle der ETFs mit ihrer Wertentwicklung über verschiedene Zeiträume finden Sie im folgenden Premium-Bereich. Dort lesen Sie auch Einschätzungen zu den finanziell erfolgreichsten und zu den nachhaltigsten ETFs.
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