Blühen nachhaltige ETFs 2024 auf? / Foto: Pixabay

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Nachhaltige ETFs: Auf fünf Jahre bis zu 243 % im Plus

Viele der von ECOreporter getesteten nachhaltigen ETFs haben seit Ende 2023 an Wert gewonnen, auch in den letzten Wochen stiegen fast alle Kurse. Auf Jahressicht sind manche zweistellig im Plus. Besonders ein ETF ragt heraus – einige Produkte haben in dem Zeitraum aber auch deutlich verloren. Über fünf Jahre konnten hingegen alle beobachteten ETFs zulegen. Die Redaktion gibt einen Überblick.

Aktuell geht es an der Börse grundsätzlich aufwärts. Davon konnten in den letzten Monaten besonders ETFs mit eher konventioneller Ausrichtung profitieren. Vor allem Erneuerbare-Energien-Aktien stehen hingegen unter Druck und damit auch Themen-ETFs aus dem Bereich grüne Energie. Überragend hat sich dagegen ein ETF entwickelt, der schon länger am Markt ist und aktuell von einem Trend profitiert.

Es bleibt dabei, dass Anlegerinnen und Anleger bei ETFs (genauso wie bei aktiv gemanagten Fonds) einen langen Investitionshorizont einplanen sollten. Und das "lang" sollte nicht nur ein bis zwei Jahre heißen. ECOreporter empfiehlt in der Regel eine Mindestanlagedauer von fünf, besser von sieben bis zehn Jahren. Gerade bei ETFs, die sich auf Wachstumsthemen ausrichten, sind deutliche Schwankungen normal.

Alle beobachteten ETFs, die bereits mindestens fünf Jahre gehandelt werden, sind in diesem Zeitraum im Plus. Auch die Zahl der mindestens drei Jahre alten ETFs mit einer guten ECOreporter-Nachhaltigkeitsnote steigt. Hier ist die Mehrzahl ebenfalls im Plus, in einigen Fällen auch stärker als ein weltweiter Vergleichsindex, der den globalen Aktienmarkt abbildet.

Wer einen langen Atem hat und an die Zukunft der entsprechenden Branchen glaubt, kann die Kursverluste von Themen-ETFs zum Anlass nehmen, jetzt einzusteigen. Dabei kann sich ein Sparplan anbieten. Auch können bestehende Positionen erhöht werden.

Ohne Kompromisse geht es kaum

Warum sind nur 31 ETFs in der Übersicht? Schließlich hat ECOreporter mittlerweile bereits mehr als 120 ETFs getestet. Die Wahrheit ist: Bei vielen dieser Tests stellte sich heraus, dass es mit der Nachhaltigkeit der Produkte nicht weit her ist. Oft zeigte sich: Gerade bei Ausschlüssen problematischer Geschäftsfelder gehen die Anbieter inkonsequent vor und lassen Schlupflöcher. Manche ETFs sind außerdem schon wieder vom Markt verschwunden.

In der Übersicht im Premium-Bereich listet die Redaktion nur ETFs auf, die – mit einer Ausnahme – im ECOreporter-Test mindestens eine Nachhaltigkeitsnote von 3,7 erhalten haben und damit zumindest als hellgrün gelten können. Immerhin: Die Zahl der Produkte mit passabler Bewertung steigt.

Ganz anders ist die Situation bei aktiv gemanagten Fonds, dort gibt es zahlreiche tiefgrüne Produkte. Schon seit Jahren veröffentlicht ECOreporter regelmäßig einen Überblick über die Wertentwicklung nachhaltiger Aktien- und Mischfonds.

Aber es gibt auch ETFs, die es besser machen, etwa die des britischen Anbieters Rize (den mittlerweile die US-Gesellschaft Ark übernommen hat). Viele ETFs stammen allerdings von den großen Anbietern wie iShares, Tochter des US-Vermögensverwalters BlackRock, oder dem Deutsche Bank-Ableger DWS (Xtrackers). Diese haben auch viele Finanzprodukte im Angebot, die beispielsweise in fossile Brennstoffe und Rüstung investieren. Hier müssen sich Anlegerinnen und Anleger entscheiden. Und im Zweifelsfall den Kompromiss eingehen, in nachhaltige ETFs von nicht nachhaltigen Anbietern zu investieren.

Eine detaillierte Übersicht zur Wertentwicklung der mindestens hellgrünen ETFs finden Sie im Premium-Bereich.

Eine vollständige Liste aller mehr als 120 von ECOreporter getesteten ETFs können Sie sich hier ansehen.

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