Fast 6 Prozent Rendite gibt es aktuell bei einer Anleihe des Immobilienfinanzierers Deutsche Pfandbriefbank. / Foto: imago images

  Anleihen / AIF

Bis 6 % Rendite für große nachhaltige Anleihen – eine gute Alternative zu Festgeld?

Attraktive Zinsen, einigermaßen kurze Laufzeiten, überschaubares Risiko – nur ein Traum? Nein, es gibt sie, diese Produkte. ECOreporter hat 15 Anleihen großer Konzerne herausgesucht, bei denen Sie schon ab 1.000 Euro einsteigen können.

Eines vorweg: In diesem Artikel geht es nicht um Anleihen kerngrüner Unternehmen. Sondern um Papiere großer Konzerne. Die hier herausgesuchten sind in Nachhaltigkeitsanalysen als überdurchschnittlich gut bewertet worden. Beispielsweise die Deutsche Bahn (Unpünktlichkeit führt offenbar nicht zu Punktabzügen).

Die Kurse vieler Anleihen, kleiner wie großer, haben sich in den letzten Jahren nicht gut entwickelt. Seit die Notenbanken ihre Leitzinsen deutlich angehoben haben, haben ältere, niedrig verzinste Anleihen spürbar an Wert verloren. Denn sie schütten feste Zinsen aus und werden unattraktiver, wenn das allgemeine Zinsniveau steigt. Die wichtigsten globalen Anleiheindizes haben 2022 so stark nachgegeben wie seit Jahrzehnten nicht mehr – zwischenzeitlich bis zu 20 Prozent. Für den normalerweise wenig schwankungsanfälligen Anleihemarkt ist das sehr viel. Auch 2024 liegt der weltweite Anleihenmarkt bislang im Minus.


Handelbare Aktien gibt es von der Deutschen Bahn nicht - aber Anleihen (sogenannte Rentenpapiere), auch für private Investoren. / Foto: Pixabay

Hierin liegt aber auch eine Chance: Denn wer Anleihen zu niedrigen Kursen kauft (also unterhalb ihres Nominalwertes von 100 Prozent), erzielt höhere Renditen, weil sich der Zins immer auf den Nominalwert bezieht – wie genau Zins und Rendite bei Anleihen zusammenhängen, erklärt ECOreporter hier und weiter unten im Artikel.

Beachten Sie aber bitte: Wenn Sie zwischendurch Geld benötigen und ein Anleihe verkaufen müssen, könnte ihr Kurs gesunken sein, Sie machen dann Verluste. Denn Sie bekommen nur dann den kompletten Nominalwert von 100 Prozent ausbezahlt (also möglicherweise mehr, als Sie für die Anleihe bezahlt haben), wenn Sie die Anleihe bis zum Ende ihrer Laufzeit halten. Das können wenige Jahre sein, aber auch mehrere Jahrzehnte (siehe Tabelle im Premium-Bereich).

Das Angebot ist schmal

Nach den hohen Kursverlusten in den letzten Jahren sind viele Anleihen recht günstig zu haben. Sehr grüne Papiere kommen oft von kleineren Unternehmen und sind entsprechend riskant. Wer eher vorsichtig investieren möchte, wird mit solchen Anleihen möglicherweise nicht ruhig schlafen können (ECOreporter stellt hier 53 kleine grüne Produkte vor). Die Alternative: Anleihen milliardenschwerer Konzerne. Bei ihnen sind die Renditen geringer, aber auch die Ausfallrisiken.

Das Problem: Es gibt kaum Angebote für private Anlegerinnen und Anleger, die überschaubare Summen investieren wollen. Viele Anleihen können ausschließlich von professionellen Investoren gehandelt werden, weil es zu ihnen keine Basisinformationsblätter (BIB) gibt und Anleihen ohne BIB nicht an Privatanleger verkauft werden dürfen. Zudem ist ein Einstieg bei großen Anleihen oft erst ab etwa 100.000 Euro möglich. Wer dann noch sein Risiko halbwegs streuen will, braucht ein frei verfügbares Kapital von mehreren Millionen Euro. Für die meisten Menschen also keine Option.

Doch es gibt tatsächlich einige Anleihen überdurchschnittlich nachhaltiger Großunternehmen, die ab ungefähr 1.000 Euro zu haben sind und keinen Handelsbeschränkungen unterliegen. An der Börse können sie ähnlich problemlos ge- und verkauft werden wie Aktien. ECOreporter hat 15 herausgesucht, die derzeit an der Börse Stuttgart (die in Deutschland als führend bei Unternehmensanleihen gilt) angeboten werden und noch mindestens bis 2025 laufen:

Die weiteren wichtigen Informationen lesen Sie als ECOreporter-Premium-Leser/-in. Einloggen oder Premium-Leser/-in werden.

...

Verwandte Artikel

21.06.24
 >
12.04.24
 >
04.06.24
 >
06.03.24
 >
31.12.23
 >
Aktuell, seriös und kostenlos: Der ECOreporter-Newsletter. Seit 1999.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x