Gibt es attraktive Möglichkeiten für Anlegerinnen und Anleger, vom Solarausbau zu profitieren? / Foto: SunPower

  Aktientipps, Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie, Aktien-Favoriten

Das sind die besten Solaraktien – wo sich jetzt der Einstieg lohnen kann

Bei vielen Unternehmen der Solarindustrie zeigt sich aktuell ein gemischtes Bild: Einerseits belasten hohe Kosten und blockierte Lieferketten das Geschäft, andererseits steigen die Erlöse aus dem Stromverkauf auf Rekordniveau. Zudem trieb zuletzt eine politische Entscheidung aus den USA die Kurse an – fast alle von ECOreporter beobachteten Aktien konnten auf Monatssicht deutlich an Wert gewinnen. Wo bieten sich jetzt Einstiegschancen, und um welche Unternehmen sollten Anlegerinnen und Anleger besser einen Bogen machen?

Für den Erneuerbare Energien-Sektor gab es in den letzten Wochen kräftigen politischen Rückenwind: In den USA einigte sich die Demokratische Partei von Präsident Joe Biden überraschend doch noch auf ein milliardenschweres Klima- und Sozialpaket. Aber: So wenig sich Anlegerinnen und Anleger von mittelfristigen Verlusten übermäßig beunruhigen lassen sollten, so wenig sollten deutliche Wertgewinne auf Monatssicht gleich als Kaufsignal verstanden werden.

Stattdessen empfiehlt es sich, die langfristige Entwicklung der Kurse im Blick zu behalten. Hier haben viele Aktien dreistellig und sogar mehr gewonnen – das größte Plus auf fünf Jahre liegt bei mehr als 44.000 (!) Prozent. Die Kehrseite dieser Entwicklung: Teilweise sind die Aktien derzeit zu teuer für einen Neueinstieg.

Unter anderem diese Aktien betrachtet ECOreporter im Folgenden:

  • 7C Solarparken
  • Edisun Power
  • Canadian Solar
  • Encavis
  • Enphase Energy
  • GCL Poly Energy
  • Jinko Solar
  • Manz
  • Meyer Burger
  • Neoen
  • Photon Energy
  • PVA TePla
  • ReneSola
  • Scatec
  • SMA Solar
  • Solar Edge
  • SunPower
  • Sunrun

In Deutschland lag der Solarausbau 2021 mit 5,3 Gigawatt erstmals seit 2012 wieder über 5 Gigawatt. Insgesamt wurden nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klima und des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW Solar) rund 240.000 Solaranlagen installiert. Die Internationale Energieagentur (IEA) erwartet ab 2023 jährlich weltweit neue Solaranlagen mit einer Stromerzeugungskapazität von rund 165 Gigawatt. Hier wollen die USA, zumindest solange sie noch demokratisch regiert werden, Gas geben. 260 Milliarden US-Dollar sind im Anfang August verabschiedeten Maßnahmenpaket für den Bau neuer Wind-, Solar- und Wasserkraftwerke vorgesehen. 80 Milliarden Dollar können als Kaufprämien für Elektroautos und private Solaranlagen ausgegeben werden.

Auch das sogenannte "Osterpaket" der deutschen Bundesregierung hat einen deutlichen Ausbau Erneuerbarer Energien zum Ziel, etwa mit mehr Fördermitteln für Solaranlagen und einer Photovoltaikpflicht für die Dächer von Neubauten. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erwartet, dass der Anteil der Erneuerbaren im Stromsektor 2030 bei 95 Prozent liegen wird. Im Premium-Bereich dieses Artikels lesen Sie mehr dazu, welche Unternehmen von dieser Entwicklung profitieren könnten und ob es Einstiegschancen gibt.

Wenn Sie nicht in Einzelaktien investieren möchten, sondern lieber in ein ganzes Paket von Solartiteln, bieten sich bei nachhaltigen Fonds und ETFs Optionen dafür. Ganz auf Photovoltaik setzt etwa der , breit in Erneuerbare Energien investiert der L&G Clean Energy ETF.

Vom Silizium bis zum Maschinenbauer

Zur Solarbranche zählen insbesondere fünf Bereiche: die Lieferanten des Rohstoffs Polysilizium, der für die Fertigung der schwarzblauen Solarmodule benötigt wird, die Hersteller dieser Module, die Wechselrichterproduzenten, die Solaranlagen-Projektierer und -Betreiber sowie die Maschinenbauer, die vor allem Fertigungsanlagen für Module und Wechselrichter herstellen.

ECOreporter betrachtet bei den Solaraktien nur die Unternehmen, die sich auf den Solarbereich konzentrieren. Natürlich gibt es auch Mischkonzerne, die Solarzellen oder Wechselrichter liefern, aber eben auch Waschmaschinen und vieles andere. Sie sind hier bei den Solaraktien nicht aufgeführt.

Vorwurf der Zwangsarbeit: Chinesische Aktien in der Kritik

Schwere Vorwürfe gibt es seit 2021 gegen einige der größten chinesischen Polysiliziumhersteller, beispielsweise die Daqo Group. Sie soll in Fabriken von Zwangsarbeit etwa der politisch verfolgten Minderheit der Uiguren profitieren. Auch der weltgrößte Modulhersteller Jinko Solar aus China soll Zwangsarbeiter einsetzen. Die Unternehmen weisen die Vorwürfe zurück. Eine detaillierte Betrachtung des Falls finden Sie hier: Zwangsarbeit in China für Solarzellen? Die Hintergründe – und was Wacker Chemie sagt. In den USA trat im Juni ein Gesetz in Kraft, das den Import von Produkten aus der Provinz Xinjiang verbietet.

Wirtschaftlich haben Siliziumhersteller wie Daqo und auch das im vergangenen Jahr zwischenzeitlich vom Handel ausgesetzte Unternehmen GCL Technology (früher: GCL Poly Energy) massiv von den hohen Verkaufspreisen für den knappen Rohstoff profitiert. Investitionen in China sind aber ein schwieriges Thema. ECOreporter hat sich daher schon gefragt: Können chinesische Aktien nachhaltige Geldanlagen sein? Beachten Sie auch unseren Kommentar Naiver Traum oder echter Hebel: Kann ethische Geldanlage die Welt friedlicher machen?

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