Aufgrund der Corona-Krise verzögert sich in vielen Ländern aktuell der Solarkraftausbau. / Foto: BSW Solar

22.09.20 Aktientipps , Nachhaltige Aktien , Erneuerbare Energie , Aktien-Favoriten

Bis zu 320 % Plus - das sind die besten Solaraktien

Es gibt sie: Aktien, die vom Ausbau der Solarenergie profitieren und trotz Corona-Krise auf Jahressicht mehr als 100 Prozent im Plus liegen. ECOreporter liefert Ihnen einen Überblick über die besten Aktien aus der Solarbranche. Erfahren Sie, wo sich jetzt der Einstieg noch lohnt - und von welchen Aktien Sie lieber die Finger lassen sollten. 

Bis 2024 sollen laut Prognosen der Internationalen Energieagentur (IEA) jährlich neue Solaranlagen mit einer Stromerzeugungskapazität von mehr als 180 Gigawatt (GW) ans Netz gehen. 2019 waren es gerade einmal 136 GW. Aktuell leidet der Solarkraftausbau zwar unter der Corona-Pandemie – aber langfristig sollte das Virus den Ausbau der klimafreundlichen Solarenergie nicht stoppen. 

Von den weltweiten Bemühungen um mehr Klimaschutz profitieren auch Solaraktien. Die beste von ECOreporter beobachtete Solaraktie liegt auf Sicht von einem Jahr knapp 320 Prozent im Plus (Stand: 21.9.2020, 13:00 Uhr). Die beste Solaraktie auf Fünf-Jahres-Sicht schaffte sogar einen Kurszuwachs von über 1.300 Prozent. 

Von Modulherstellern bis Maschinenbauern

Zur Solarbranche zählen vier Bereiche: die Hersteller der schwarzblauen Solarmodule, die Wechselrichterproduzenten, die Solaranlagen-Projektierer und -betreiber sowie die Maschinenbauer.

ECOreporter betrachtet bei den Solaraktien nur die Unternehmen, die sich auf den Solarbereich konzentrieren. Natürlich gibt es auch Mischkonzerne, die Solarzellen oder Wechselrichter liefern, aber eben auch Waschmaschinen und vieles andere. Sie sind hier bei den Solaraktien nicht aufgeführt.

Modulhersteller: Nur für Risikofreudige

Modulhersteller produzieren aus Solarzellen die Solarmodule, die man heute auf vielen Dächern sieht. Deutschland war in diesem Bereich noch 2010 Weltmarktführer, es gab hier mehr Arbeitsplätze als in der Kohlebranche. Doch während sich die Kohlekraftwerke immer noch dank politischer Unterstützung und aggressiver Lobbyarbeit halten, gibt es heute in der Bundesrepublik keine nennenswerte Modulproduktion mehr. Deutschland importiert aus Asien.

Das Schweizer Unternehmen Meyer Burger möchte das ändern: Von einem Maschinenbauer will das Unternehmen sich zu einem Hersteller von Solarzellen und Solarmodulen wandeln, schon ab dem zweiten Quartal 2021 soll die Produktion in Deutschland beginnen. Die bisher an Kunden verkauften Produktionsmaschinen für die hauseigene Heterojunction/SmartWire-Technologie will Meyer Burger dann nur noch exklusiv zum eigenen Gebrauch herstellen und nutzen. Die Schweizer reklamieren für sich, dass der Wirkungsgrad der von ihnen produzierten Zellen bei 22 Prozent liegen soll, deutlich höher als bei vergleichbaren Konkurrenzprodukten.

Standort der Fertigung soll Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt sein, in den Hallen der pleitegegangenen Solarfirmen Sovello und Solarworld. Der Grund für den radikalen Strategiewechsel: Meyer Burger geht es wirtschaftlich miserabel. 2019 machte das Unternehmen bei sinkenden Umsätzen einen Verlust von rund 37 Millionen Euro. Ob der Wandel des Geschäftsmodells gelingt, ist völlig offen. Die Aktie hat in den letzten fünf Jahren 96 Prozent an Wert verloren und ist ein sogenannter Pennystock, kostet also unter einem Euro – aktuell sind es 0,22 Euro (21.9.2020, 13:00 Uhr, siehe auch Tabelle im Premium-Bereich). Der Kurs schwankt stark – eine Aktie für Spielernaturen.

Der weltgrößte Solarmodulhersteller ist heute Jinko Solar. Das chinesische Unternehmen verkaufte 2019 Solarmodule mit einer Leistungskapazität von 14,2 Gigawatt (GW). Der Umsatz lag bei umgerechnet 3,78 Milliarden Euro. Die Aktie ist mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2020 von 6 (beim aktuellen Kurs von 20,85 Euro) günstig bewertet. Auch der Jinko Solar-Kurs schwankt stark, sodass die Aktie nur etwas für risikofreudige Anleger ist.

Das Unternehmen hat zudem im Juni 2020 einen Patentstreit in Deutschland in erster Instanz verloren. Laut einem Urteil des Landgerichts Düsseldorf haben Jinko Solar und zwei weitere Modulhersteller patentierte Technologie von Hanwha Q Cells unrechtmäßig für ihre eigenen Produkte verwendet. Jinko Solar muss jetzt alle seit Januar 2019 in Deutschland auf den Markt gebrachten Module zurückrufen, in denen diese Technologie verbaut ist.

Einschätzungen zu weiteren Solaraktien finden Sie im Premium-Bereich.

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