Es werden immer mehr Solaranlagen installiert, gleichzeitig hat die Branche aber Probleme. Bieten sich bei Aktien wie Encavis, SolarEdge oder Canadian Solar dennoch Einstiegschancen? / Foto: Encavis

  Aktientipps, Nachhaltige Aktien

Die besten Solaraktien – wo sich jetzt der Einstieg lohnen kann

Die Solarenergie wird weltweit im Rekordtempo ausgebaut. Doch sinkende Strompreise, hohe Lagerbestände und ein harter Preiskampf setzen der Branche zu. ECOreporter hat mehr als 20 Aktien genauer betrachtet und sagt Ihnen, bei welchen Titeln sich derzeit Kaufgelegenheiten bieten.

Rund um den Globus steigt die Zahl der Solaranlagen kräftig. Doch gleichzeitig stehen viele Solarunternehmen unter Druck: Hohe Kreditzinsen und die Inflation verteuern große Solarpark-Projekte ebenso wie die heimische Dachsolaranlage. Zudem sind die Lager der Kunden von Modul- und Wechselrichterherstellern gut gefüllt, weshalb Bestellungen storniert und zunächst Bestände abverkauft werden. Und besonders im Modulsektor herrscht ein erbitterter Preiskampf.

Das Ergebnis: Fast alle der von ECOreporter für diesen Überblick betrachteten Aktien haben in den letzten zwölf Monaten an Wert verloren – wo Probleme sich verschärft haben, teils mehr als 90 Prozent. Es empfiehlt sich daher mehr denn je, die langfristige Entwicklung der Kurse im Blick zu behalten. Hier haben viele Aktien wiederum deutlich zugelegt, in Ausnahmefällen wurden drei- bis vierstellige Kursgewinne erzielt. Das heißt aber auch, dass trotz der deutlichen Kursverluste der letzten Monate längst nicht alle guten Aktien wieder günstig sind.

Unter anderem diese Solaraktien hat ECOreporter auf der Suche nach möglichen Empfehlungen durchleuchtet:

  • 7C Solarparken
  • Canadian Solar
  • Centrotherm
  • Edisun Power
  • Emeren
  • Encavis
  • Enphase Energy
  • Jinko Solar
  • Meyer Burger
  • Neoen
  • Photon Energy
  • PVA TePla
  • Scatec
  • SMA Solar
  • SolarEdge
  • Sunrun

Vieles spricht für einen weiteren steilen Aufstieg der Solarenergie. Das US-Forschungsinstitut BloombergNEF (BNEF) geht davon aus, dass 2024 weltweit 574 Gigawatt (GW) an neuer Photovoltaik-Kapazität installiert werden könnten. Im vergangenen Jahr lagen die Neuinstallationen bei 444 GW. Die niedrigen Solarmodulpreise, die Hersteller in Bedrängnis bringen, beschleunigen gleichzeitig den globalen Ausbau. Für 2030 rechnet BNEF mit Installationen von 880 GW.

Eine wesentliche Rolle spielt dabei China. Neben der hohen Zahl an Neuinstallationen liegt das vor allem an einer massiven Ausweitung der Produktionskapazitäten, die den Preis für Solarmodule in Richtung 10 US-Dollarcent pro Watt hat sinken lassen – deutlich weniger als von Experten in den letzten Jahren prognostiziert. China subventioniert nach Erkenntnissen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) gerade grüne Technologien massiv. ECOreporter ist bei chinesischen Aktien aber skeptisch. Mehr dazu lesen Sie im Premium-Bereich.

China wird laut der Internationalen Energieagentur (IEA) in den kommenden Jahren weiterhin der größte Investor in grüne Energie sein. Auch die USA wollen ihre klimafreundlichen Energiekapazitäten – Stand jetzt – deutlich erweitern. Rund 260 Milliarden Dollar sind im 2022 verabschiedeten Maßnahmenpaket, dem sogenannten Inflation Reduction Act, für den Bau neuer Wind-, Solar- und Wasserkraftwerke vorgesehen. 80 Milliarden Dollar können als Kaufprämien für Elektroautos und private Solaranlagen ausgegeben werden. Allerdings könnte sich die politische Lage in den Vereinigten Staaten nach den Präsidentschaftswahlen im November grundlegend ändern.

In Deutschland sind laut Bundesnetzagentur im ersten Halbjahr 2023 Photovoltaik-Anlagen mit einer Nettoleistung von rund 6,3 GW errichtet worden. Seit März liegt der monatliche Zubau konstant über 1 GW. Im April 2024 konnte sich die Bundesregierung nach monatelangen Verhandlungen auch auf ein neues Klimaschutzgesetz einigen. Der Solarausbau soll nun schneller und einfacher vorangehen, allerdings ohne Subventionen für deutsche Hersteller von Solarmodulen.

Bis 2030 will die Bundesrepublik die installierte Solarleistung in Deutschland von aktuell rund 74 GW auf 200 GW knapp verdreifachen. Die Übertragungsnetzbetreiber rechnen bis 2045 mit bis zu 395 GW. Die Internationale Energieagentur sieht in Deutschland "den mit Abstand größten Ausbau der grünen Energie" in Europa.

Von Rohstoffen und Spezialmaschinen


Solarkraftwerk Noor III in Marokko. Weltweit wurden 2023 so viele neue Solaranlagen installiert wie noch nie – und der Ausbau soll noch an Tempo zunehmen. / Foto: imago images, Xinhua

Zur Solarbranche zählen aus Anlegersicht insbesondere fünf Bereiche: die Lieferanten des Rohstoffs Polysilizium, der für die Fertigung der schwarzblauen Solarmodule benötigt wird, die Hersteller dieser Module, die Wechselrichterproduzenten, die Solaranlagen-Projektierer und -Betreiber sowie die Maschinenbauer, die vor allem Fertigungsanlagen für Zellen, Module und Wechselrichter herstellen.

ECOreporter betrachtet bei den Solaraktien nur die Unternehmen, die sich auf den Solarbereich konzentrieren. Natürlich gibt es auch große Mischkonzerne, die Solarzellen oder Wechselrichter liefern, aber eben auch Waschmaschinen und vieles andere. Sie sind hier bei den Solaraktien nicht aufgeführt.

Wenn Sie nicht in Einzelaktien investieren möchten, sondern lieber in ein ganzes Paket von Solartiteln, bieten sich bei nachhaltigen Fonds und ETFs Optionen dafür. Breit in Erneuerbare Energien investieren etwa der LSF Solar & Sustainable Energy Fund, der LSF Active Solar oder der L&G Clean Energy ETF.

Lesen Sie im Premium-Bereich dieses Artikels mehr dazu, welche Solarunternehmen gute Aussichten haben und wo es derzeit Einstiegschancen gibt.

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