Die Windkraftbranche hat aktuell diverse Schwierigkeiten. Gibt es bei Firmen wie Energiekontor, Vestas oder Ørsted Einstiegsmöglichkeiten? / Foto: Energiekontor

  Aktientipps, Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten

Die besten Windaktien – wo bietet sich ein Kauf an?

Die Windkraftbranche steht bereits seit knapp zwei Jahren unter Druck, die Probleme im Sektor sind vielfältig und bauen teils aufeinander auf. Dennoch gibt es Windaktien, bei denen sich weiter Einstiegschancen bieten – auch aufgrund des politischen Willens zur Energiewende. ECOreporter hat sich in der Branche umgeschaut.

Die Probleme unterschiedlicher Geschäftszweige in der Windindustrie sind eng miteinander verknüpft. So litten zunächst vor allem Windanlagenbauer stark unter gestiegenen Preisen für wichtige Rohstoffe wie Stahl, Engpässen in der Lieferkette und höheren Transportkosten. Langfristige Verträge mit garantierten Abnahmepreisen verhinderten dabei lange, dass Kosten an Kunden weitergegeben werden konnten.

Mittlerweile haben die Hersteller ihre Preise angehoben. Das wiederum bringt besonders Windpark-Projektierer und -Betreiber in Bedrängnis: Teilweise wurden Projekte ganz abgesagt, weil die ebenfalls langfristig abgeschlossenen Verträge über die Verkaufspreise für Strom aus den Windparks angesichts der gestiegenen Beschaffungskosten nicht mehr rentabel waren. Zudem haben sich die zwischenzeitlich sehr hohen Stromverkaufspreise wieder normalisiert. Hier wirkt sich vor allem aus, inwieweit die Politik zur Unterstützung bereit ist und ob Verträge neu verhandelt werden können.

Das sind die Aktien, zu denen ECOreporter eine Einschätzung abgibt – nicht alle sind empfehlenswert, doch Kaufchancen gibt es weiterhin:

  • ABO Wind
  • Cadeler
  • clearvise (ehemals ABO Invest)
  • Encavis
  • Energiekontor
  • Eolus Vind
  • Greencoat UK Wind
  • Nordex
  • Ørsted
  • PNE
  • TPI Composites
  • Vestas
  • Goldwind Science & Technology

In Deutschland geht der Ausbau der Windkraft seit Jahren nur langsam voran. Dieses Jahr sollen nach den Plänen der Bundesregierung Windkraftanlagen mit einer Leistung von 6,9 Gigawatt (GW) gebaut werden. Die bisher errichteten Anlagen haben Stand April 2024 eine Leistung von 0,7 GW, also nur etwa 10 Prozent der Zielvorgabe.

Ankurbeln sollen den Ausbau das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und das Windenergie-auf-See-Gesetz, die feste Ausbauziele für die kommenden Jahre formulieren. Bis 2030 soll sich die Leistung von Windkraftanlagen auf 145 GW mehr als verdoppeln, bis 2045 sollen 230 GW erreicht werden.

China ist weltweit die Nummer eins

Weltweit gesehen geht es beim Windkraftausbau deutlich schneller voran, 2023 konnte die Marke von 1.000 GW installierter Windkraftleistung geknackt werden. Globale Spitze ist China, Ende 2023 hatte die Diktatur Windparks mit einer Nennleistung von insgesamt 441 GW errichtet.

Auf Platz zwei folgen mit deutlichem Abstand die USA mit 150 GW. Deutschland ist mit 69 GW noch auf Platz drei.

ECOreporter analysiert im Premium-Bereich, bei welchen Unternehmen aus der Windkraftbranche sich jetzt Einstiegsgelegenheiten bieten.

Wenn Sie nicht in Einzelaktien investieren möchten, sondern lieber in ein ganzes Paket von Erneuerbare-Energien-Titeln, bieten sich Optionen bei nachhaltigen Fonds und ETFs. Windaktien enthalten etwa der sehr nachhaltige Ökoworld Klima und der Invesco Global Clean Energy ETF.

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