Elektrosportwagen von Tesla: Das Unternehmen aus Kalifornien hat die Börsianer bislang überzeugt. Dessen Aktie hat sich in den letzten drei Jahren an der Nasdaq von 22 auf 222 Dollar verteuert. / Quelle: Unternehmen

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Neuer nachhaltiger Aktienfonds setzt auf Elektromobilität

Startschuss für einen neuen nachhaltigen Aktienfonds! Seine Anlageschwerpunkte sind die Sektoren Elektromobilität, nachhaltige Infrastruktur und nachhaltiger Konsum sowie Erneuerbare Energien. Während der Zeichnungsfrist ist der Einstieg zu 100 Euro je Fondanteil möglich. Bei Zeichnungen über die Börse Hamburg/Hannover entfällt während der Zeichnungsfrist der Ausgabeaufschlag. Die Zeichnungsfrist läuft bis zum 29. August 2014, wird aber schon vorher beendet, wenn das Volumen des neuen Fonds die Marke von fünf Millionen Euro erreicht hat. Das erläuterte Jürgen Döppeler von DÖWE Research AG aus Ratingen im Gespräch mit ECOreporter.de über den neuen nachhaltigen Aktienfonds. Der gelernte Banker ist nach eigenen Angaben seit 20 Jahren im Bereich der nachhaltigen und ethischen Kapitalanlagen aktiv. Gemeinsam mit Betriebswirt Jakob Weingartz, dem anderen Vorstand der DÖWE Research AG, berät  er den PLF-DÖWE Consequent Fund R (ISIN: LU1073443738 / WKN: A1147M). Dessen KVG ist die von der Heydt Invest SA aus Luxemburg.

Für diesen  neuen nachhaltigen Aktienfonds, welcher in Luxembourg zugelassen ist,  wurde laut Döppeler Mitte Juli von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) der Vertrieb in Deutschland genehmigt. Die Tranche für Privatanleger ist ausschüttend, d.h. anfallende Gewinne werden jährlich einmal  ausgeschüttet. Pro Jahr fällt eine Verwaltungsgebühr und eine  so genannte Performance Fee an. Diese Erfolgsprämie für die Beratung des Fonds beträgt 15 Prozent des Wertzuwachses pro Jahr, der den Wert des jeweiligen Jahresende des Vorjahres übersteigt. Hierbei kommt das „High-Watermark“ Prinzip zum Tragen. Erreicht der Fonds ein geringeres Wachstum, fällt  keine Erfolgsprämie an. Der Fondsberater  gibt einen Teil seiner Einnahmen an die “Environmental Investigation Agency” weiter. Wie Döppeler erläutert, gehen 5 Basispunkte der Beratungsvergütung an diese Organisation, die sich insbesondere für investigativen Journalismus im Bereich Umweltkriminalität einsetze.

Titelauswahl auch nach Ausschlusskriterien

Die DÖWE Research AG übernimmt die Titelauswahl für die Beratung des  Fonds und stützt sich dabei auf ihre eigenen Nachhaltigkeitsanalysen. Nach Angaben von Döppeler haben er und Weingartz dafür eine Datenbank aufgebaut, die es ihnen ermöglicht, die Zusammensetzung des PLF-DÖWE Consequent Fund wöchentlich anzupassen. Das Portfolio bestehe aus maximal 50 Aktien von Unternehmen mit mindestens 50 Millionen Euro Marktkapitalisierung. Die Aktienquote werde an das jeweilige Marktumfeld angepasst und betrage höchstens 95 Prozent, um stets über genügend Liquidität zu verfügen. Sie werde wöchentlich angepasst und könne bei einer „Baisse“, also bei einem drohenden Börseneinbruch wie etwa nach der Lehman-Pleite in 2008, auf bis zu null Prozent verringert werden, um das Fondsvolumen zu schützen. Jakob Weingartz habe ein Modell entwickelt, um sich rechtzeitig auf derartige Marktschwankungen einzustellen.

Wie Döppeler ausführte, werden die Werte für den PLF-DÖWE Consequent Fund aus einem weltweiten Anlageuniversum von rund 2.500 Titeln ausgewählt. In einem ersten Filterprozess ermittle die DÖWE Research AG die 500 Unternehmen mit der besten Nachhaltigkeitsleistung. Diese Auswahlstrategie nach dem genannten Best-in-class-Ansatz werde um Ausschlusskriterien wie Rüstung, Atomkraft, Tierversuche, Gentechnik, Kinderarbeit und Pornographie ergänzt. Aus den Titeln, die dieses Nachhaltigkeitsresearch überstanden haben, würden dann die aussichtsreichsten Aktien ausgewählt. Dazu zählt der Fondsberater derzeit etwa die Windturbinenbauer Vestas und Nordex, die auf Windkraftprojekte spezialisierte Energiekontor aus Bremen, der Solarausrüster GT Advanced aus den USA sowie den portugiesische Baukonzern Mota-Engil, der bei der Nachhaltigkeit von Immobilien punktet.

Bildhinweis: Der PLF-DÖWE Consequent Fund legt einen Anlageschwerpunkt auf Windkraftunternehmen wie Energiekontor. / Quelle: Unternehmen
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