Rüstungsunternehmen sind für den Solactive oekom Ethical Low Volatility Index tabu. / Quelle: Unternehmen

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Neuer Nachhaltigkeitsindex enthält europäische Konzerne

Nachhaltige Aktien, die nur geringe Wertschwankungen zeigen, enthält ein neuer Nachhaltigkeitsindex. Für ihn kommen nur Unternehmen aus Europa in Frage, die in den Analysen der auf Nachhaltigkeitsratings spezialisierten oekom research AG aus München innerhalb ihrer Branche die besten Noten bekommen. Das teilt die Solactive AG mit, die den Solactive oekom Ethical Low Volatility Index nun gestartet hat. BNP Paribas lizenziert den Index für eine Auswahl verschiedener Produkte, wobei sich dieses Angebot auch an Privatanleger richtet. Aktuell berechnet Solactive eigenen Angaben zufolge Indizes für 175 Kunden in Europa, Amerika und Asien. Rund 25 Milliarden US-Dollar sind in von Solactive berechnete Indizes investiert, vorwiegend in Form von 170 ETFs.

oekom research stellt Solactive quartalsweise ein Universum aus Unternehmen mit den branchenweit besten Noten in Sachen Nachhaltigkeit zur Verfügung, die also den oekom Prime Status erhalten haben. Sie werden zudem nach Ausschlusskriterien aus kontroversen Geschäftsfeldern wie etwa Atomkraft, Grüne Gentechnik, Rüstung oder Tabak sowie aus kontroversen Geschäftspraktiken wie kontroverses Umweltverhalten, Verstöße gegen Menschenrechte oder Arbeitsrechte gefiltert. Nur Unternehmen, die gegen keines der Ausschlusskriterien verstoßen, bleiben in dem Universum. Daraus wählt dann Solactive Konzerne heraus, die in den letzten 20 Tagen ein durchschnittliches tägliches Aktien-Handelsvolumen von mindestens zehn Millionen Euro aufweisen.

Anschließend werden die Unternehmen nach der sogenannten inversen historischen Volatilität der letzten 130 Tage in der lokalen Währung gelistet. Volatilität steht dabei für Schwankung. Der Index besteht dann bis zur nächsten Aktualisierung aus den 30 Aktien mit der geringsten Schwankung in dem gemessenen Zeitraum. Der Solactive oekom Ethical Low Volatility Index wird in Euro veröffenticht. Er enthält aktuell unter anderem Unternehmen wie Unilever und Nestle, Versicherungskonzerne wie Swiss Re und Hannover Rück, die im Bereich intelligenter Netze starke National Grid aus den USA.
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