Künftig konkurrieren Photovoltaik-Freiflächenanlagen mit großen Dach-Solaranlagen und Systemen auf sonstigen baulichen Anlagen in den Ausschreibungen der Bundesnetzagentur. / Fotolia/Thaut Images

13.12.16 Erneuerbare Energie

Neuer Stichtag: Erste Solar-Ausschreibung nach dem EEG 2017

Die Bundesnetzagentur aus Bonn hat die erste Ausschreibung für Solaranlagen ab einer installierten Leistung von 750 Kilowatt (kW) nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2017 bekannt gegeben. Nach den neuen Regeln können sich an den Ausschreibungen im nächsten Jahr neben Projekten für PV-Freiflächenanlagen auch Projekte auf Gebäuden und sonstigen baulichen Anlagen bewerben, sofern sie eine installierte Leistung von mehr als 750 kW haben.

Investoren dürfen ihre Gebote für die erste Ausschreibung bis zum 1. Februar 2017 abgeben, statt wie bisher bis zum 1. April. Für diesen Termin beträgt das Höchstgebot 8,91 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Das Volumen der ersten Ausschreibungsrunde liegt bei 200 Megawatt (MW). Die Obergrenze für die Solar-Projekte beträgt weiterhin 10 MW. Die Gebote mit der niedrigsten Förderhöhe erhalten den Zuschlag, solange bis das Volumen der jeweiligen Ausschreibungsrunde erreicht ist. Erfolgreiche Bieter erhalten für den eingespeisten Solarstrom den individuellen Preis über 20 Jahre.

Auch die nächsten Ausschreibungsrunden werden zwei Monate vorgezogen, Stichtage sind jetzt der 1. Juni und der 1. Oktober. Die Zahlungshöhe für erneuerbaren Strom wird nach dem EEG 2017 für größere Anlagen nicht mehr gesetzlich vorgeschrieben, sondern im Wettbewerb ermittelt. Dadurch sollen Kosten eingespart und gleichzeitig die gesetzlichen Ausbauziele erreicht werden.

"Mit dem ersten Ausschreibungsverfahren nach dem EEG 2017 wird die wettbewerbliche Bestimmung der Höhe der Zahlungen weiterentwickelt und fortgesetzt. Die Pilotphase der bisherigen Freiflächenausschreibungen ist erfolgreich verlaufen", sagte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. Die Erfahrungen seien in das Gesetz eingeflossen und hätten zu einem vereinfachten Verfahren für die Bieter geführt. Leichte Änderungen habe es bezüglich der zu hinterlegenden Sicherheiten gegeben, hieß es. Bieter sollten sich deshalb mit den neuen Regularien befassen.

Bei der sechsten Solar--Ausschreibungsrunde Anfang Dezember hat die Bundesnetzagentur 27 Zuschläge für Photovoltaik-Projekte mit insgesamt knapp 163 MW Leistung erteilt (wir berichteten).
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