Die creapaper GmbH hat ein Verfahren entwickelt, um Holzfasern in der Papierherstellung bis zur Hälfte durch getrocknetes Gras zu ersetzen. Nun sucht das Unternehmen Schwarminvestoren. / Pixabay

  Crowd-Investment

Neues Projekt auf GLS Crowd: Investment in "Graspapier"

Papier aus Gras - das ist die Geschäftsidee der creapaper GmbH aus Hennef bei Bonn. Sie hat ein Verfahren entwickelt, um frische Holzfasern - dem Grundstoff in der Papierherstellung - bis zur Hälfte durch getrocknetes Gras zu ersetzen. Nun sucht das Unternehmen auf der Crowdfundingplattform GLS Crowd nach Schwarminvestoren.

Mit dem "Graspapier" sei ein enormes Einsparpotential verbunden in puncto Energie, Wasser und Chemieeinsatz, Transportwege und Holzeinschlag, so die Projektbeschreibung. 1.000 Tonnen Graspapier wurden demnach bereits produziert und unter anderem als Verpackungsmaterial eingesetzt.
Anleger können über Nachrangdarlehen eine neue Produktionsanlage finanzieren
Mit dem Geld der Anleger will das Unternehmen eine Produktionsanlage zur mechanischen Aufbereitung des Grases finanzieren. Damit könne es in Form von Graspellets als Rohstoff für die Papierherstellung zur Verfügung stehen. Die Jahreskapazität der neuen Anlage beträgt rund 20.000 Tonnen.

Schwarmanleger können ab 250 Euro einsteigen (maximales Investment: 10.000 Euro). Sie sollen eine Verzinsung von 5,0 Prozent pro Jahr bei einer Laufzeit von fünf Jahren erhalten. Außerdem stellt die Darlehensnehmerin einen einmaligen, erfolgsabhängigen Bonuszins am Ende der Laufzeit in Höhe von 9,75 Prozent auf den Darlehensbetrag in Aussicht. Der Bonus wird gezahlt, wenn während der Laufzeit die Umsatzerlöse des Darlehensnehmers um mindestens 10 Prozent über den Plan-Umsatzerlösen gemäß Projektprofil liegen.
Unternehmerisches Risiko für die Anleger

Die Rückzahlung des Nachrangdarlehens beginne im Jahr 2020 und erfolge in drei gleichen Raten, hieß es. Die gesamte Fundingsumme ist auf 600.000 Euro begrenzt. Es besteht zudem eine Funding-Schwelle in Höhe von 400.000 Euro. Erst mit Erreichen der Funding-Schwelle gilt die Schwarmfinanzierung für das Projekt als erfolgreich.
Bei den Geldanlagen handelt es sich um Nachrangdarlehen mit einem sogenannten qualifizierten Rangrücktritt. Anleger tragen dabei ein unternehmerisches Risiko - es besteht das Risiko eines Totalverlustes. Falls der Darlehensnehmer insolvent ist, erhalten Investoren ihr Kapital erst zurück, wenn nach der Befriedigung von Banken, Lieferanten und anderen Insolvenzgläubigern noch Vermögen vorhanden ist.

Die Crowdfundingplattform GLS Crowd ist Kooperationspartner der Bochumer GLS Bank: Diese prüft die Angebote vorab und will mit den Schwarmfinanzierungen auch über den Kundenkreis hinaus Menschen erreichen, die ihr Geld sinnstiftend anlegen wollen (wir haben darüber berichtet). 

Mehr über Crowdfunding erfahren Sie auch in unserem "Gut erklärt". (Link entfernt)
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