24.07.08 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Nicht nur eine lästige Pflichtübung: Immer mehr Unternehmen erstellen einen Nachhaltigkeitsbericht

Die Berichterstattung im Bereich Nachhaltigkeit setzt sich bei Unternehmen weiter durch. Einer Studie von des Sustainable Investment Research Analyst Network(SIRAN) zufolge weisen 86 Prozent aller Unternehmen im Standard & Poor’s Index auf ihrer Homepage auf ihre Aktivitäten im Bereich Umwelt und Soziales hin. In 2005 waren es lediglich 58 Prozent. Etwa die Hälfte der 39 in der Studie betrachteten Unternehmen veröffentlicht zusätzlich einen Nachhaltigkeitsbericht. Hier konnte man einen Anstieg um 26 Prozent gegenüber der letzten Erhebung in 2005 feststellen.

Viele Unternehmen halten sich in ihrer Berichterstattung an die strengen Veröffentlichungskriterien der Global Reporting Initiative (GRI). Nach diesen Kriterien ist ein Unternehmen verpflichtet, im Internet auf ihre Aktivitäten im Bereich Nachhaltigkeit hinzuweisen. Weiterhin verlangt das GRI einen jährlichen Nachhaltigkeitsbericht. Außerdem müssen die Ziele, Grenzen, Inhalte und Referenzen des Unternehmens mit den Richtlinien des GRI überein stimmen. Die Unternehmen, die entsprechend den Maßstäben der GRI am besten abgeschnitten haben, sind Dow Chemical, Ford Motor Co.,General Electric, Intel und Weyerhaueser Corp.

Ein Drittel der S&P 100 Unternehmen haben den GRI Index in ihre Berichte aufgenommen – 70 Prozent mehr als zuvor. Allerdings garantiert die Aufnehme dieses Indizes nicht einen guten Bericht, bemerkt Paul Hilton, Direktor des Avanced Equity Research von Calvert Funds. Aber es zeige schon, dass ein Unternehmen seinen Bericht nicht auf die leichte Schulter nehme. Das Erstellen eines Nachhaltigkeitsberichts könne für ein Unternehmen Vorteile bringen – wenn es sich denn darauf einlässt.  Die Arbeit an dem Bericht helfe, Belange und Möglichkeiten im Bereich Nachhaltigkeit zu identifizieren, wie etwa die Abschwächung von Risiken.
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