Nilfisk ist vor allem auf professionelle Reinigungsmaschinen spezialisiert, die in Industrie und Gewerbe zum Einsatz kommen. / Foto: ECOreporter, Jörg Weber

05.04.20 Aktientipps , Aktien-Favoriten , Spezialwerte

Nilfisk: Saubere Renditen mit klugen Staubsaugern

Die Stiftung Warentest empfiehlt sie, auch bei Industriekunden sind sie beliebt: die Reinigungsgeräte von Nilfisk. Das dänische Unternehmen ist einer der weltweit größten Hersteller von professionellen Reinigungsmaschinen, Staubsaugern und Hochdruckreinigern. Wachstumschancen ergeben sich aus dem Trend zu intelligenten und autonomen Reinigungsgeräten.

Nilfisk ist in drei Geschäftsbereichen aktiv: Die Dänen verkaufen professionelle Bodenreinigungsgeräte, Staubsauger und Hochdruckreiniger. Die Unternehmenssparten tragen unterschiedlich stark zum Konzernumsatz bei.

Laut Geschäftsbericht für 2019 macht der Verkauf von Bodenreinigungsgeräten 33 Prozent des Gesamtumsatzes von Nilfisk aus. Service sowie der Verkauf von Ersatzteilen, Reinigungsmitteln und Zubehör schlagen mit 31 Prozent Umsatzanteil zu Buche. Der Rest entfällt auf den Verkauf von Staubsaugern (21 Prozent) und Hochdruckreinigern (15 Prozent).

Die Geräte von Nilfisk sind vor allem für professionelle Anwendungen konzipiert und kommen in der Gebäudereinigung und der Industrie zum Einsatz. Hauptsitz des Unternehmens ist in Brøndby, Dänemark. Nilfisk hat elf Produktionsstandorte weltweit und beschäftigt ungefähr 4.900 Mitarbeiter. Die Marktkapitalisierung von Nilfisk beträgt (Stand 5.4.2020) 328 Millionen Euro.

Rückgang bei Umsatz und Gewinn

966 Millionen Euro setzte Nilfisk 2019 um – im Jahr zuvor waren es noch 1,05 Milliarden Euro. Das Unternehmen führt den Rückgang vor allem auf den Verkauf von Unternehmensteilen und die geringere Nachfrage von Firmen zurück, die Nilfisk-Geräte unter eigenen Handelsnamen verkaufen. Der Nettogewinn ging von 10 auf 8,7 Millionen Euro zurück.

Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.

 

Kehrmaschine_Nilfisk_800.jpg
Kehrmaschine von Nilfisk. / Foto: Unternehmen

Nilfisk erwartet wegen der Corona-Krise eine weiter sinkende Nachfrage nach seinen Produkten und negative Auswirkungen auf seine Lieferketten. Seine ursprüngliche Jahresprognose für 2020 – Veränderungen beim Umsatz von minus 4 bis plus 1 Prozent – hat das Unternehmen am 23.3.2020 zurückgezogen.

Kernkompetenzen im Vordergrund

In der Zukunft möchte sich Nilfisk auf seine Kernkompetenzen konzentrieren. Chancen sieht das Unternehmen in „intelligenter“ werdenden Reinigungsgeräten. Die Reinigungsmaschine SC 50 hat bereits einen Anfang gemacht: Sie ist das erste autonom fahrende Reinigungsgerät für professionelle Anwendungen. Ebenso will das Unternehmen verstärkt auf Digitalisierung setzen.

Das soll auf lange Sicht ein leicht höheres Wachstum als der Branchendurchschnitt ermöglichen. Ende April 2019 meldete Nilfisk eine Partnerschaft mit dem US-Robotik-Unternehmen Brain, das Technologien für autonom agierende Reinigungsgeräte entwickelt.

Dividende: Nilfisk hat für die Geschäftsjahre 2017 bis 2019 keine Dividende an die Aktionäre ausgezahlt. Die Ausschüttungsquote soll sich laut dem Nilfisk-Management langfristig auf gut ein Drittel der Gewinne belaufen.

Nachhaltigkeit: Nilfisk reduziert laut Nachhaltigkeitsbericht den Einsatz von Plastik in seinen Geräten und erprobt derzeit den Einsatz von recyceltem Kunststoff. Nilfisk-Altgeräte lassen sich dem Unternehmen zufolge vollständig wiederverwerten, und Nilfisk nimmt sie zurück, um sie wieder auf Vordermann zu bringen. Das Umweltmanagement von Nilfisk ist an fünf von elf Produktionsstandorten nach ISO 14001 zertifiziert. Das dänische Unternehmen  senkt eigenen Angaben zufolge kontinuierlich seine CO2-Emissionen und achtet auf die Einhaltung von Arbeits- und Menschenrechten auch in der Lieferkette.

K.O.-Kriterien: Keine

Stand: 04/2020

Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x