29.04.13 Erneuerbare Energie

Nimmt der Markt für Solarstromspeicher Fahrt auf?

Eine aktuelle Studie des US-Marktforschungsunternehmens IHS Inc. aus Englewood in Colorado prophezeit dem Markt für Solarstromspeicher geradezu explosionsartiges Wachstum. Und Deutschland soll eine treibende Kraft bei dieser Entwicklung sein. Bis Ende 2017, also in knapp vier Jahren, soll der Weltmarkt für diese Technologie von aktuell 200 Millionen US-Dollar auf 19 Milliarden Dollar anwachsen. Dabei gehen die IHS Analysten davon aus, das in dieser Zeit sich die Zahl der neu in Betrieb gehenden Solarstromspeicher jedes Jahr verdoppeln wird. So soll die Solarstromspeicherkapazität weltweit in den kommenden Jahren bis 2017 auf 7.000 Megawatt (MW) ansteigen.


Allein in Deutschland soll in dieser Zeit Speicherkapazität für 2. MW Sonnenstrom aufgebaut werden. Dabei werde es sich vor allem um Speichersysteme für kleine private Dachanlagen handeln. Diese werden ab Mai 2013 mit einem staatlichen Förderprogramm über die KFW Bank gefördert. Dieses zunächst 50 Millionen Euro schwere Förderpaket sehen die IHS-Analysten als Hauptgrund für das starke Wachstum in Deutschland. Weitere 3.000 MW sollen in Großbritannien Italien, Nordamerika, Australien und in kleineren Photovoltaik-Nationen. Der Markt für Speichersysteme bei Freiflächenanlagen wird den IHS-Analysten zufolge von Asien und den USA dominiert werden.

Ein neuer internationaler Branchenverband zum Thema Stromspeicher und intelligente Stromnetze wird in Kürze seine Arbeit aufnehmen. Gegründet wurde die International Battery and Energy Storage Alliance (IBESA) vom Bonner Marktanalyseunternehmen EuPD Research und dem Branchenverband der Solarausrüster International Photovoltaik Equipment Association (IPEVA).


Die Gründer und zunächst führenden Köpfe der IBESA, der EuPD-Chef Markus Hoehner und der Managing Director der IPEVA Bryan D. Ekus, wollen die Unternehmen der Sektoren Speichertechnologie, Photovoltaik und Smart-Grid-Technologie zusammenführen. Geschehen soll dies unter anderem über neue entstehende Netzwerke. Unterstützung erhalten Ekus und Hoehner vom Deutschen CleanTech Institut sowie von der Initiative Joint Forces for Solar sowie den Machern der Branchenmesse  Intersolar  Europe. Der neue Verband wendet sich dabei auch gezielt an Stromversorger, Installateuere, Banken und Marktforscher beziehungsweise Beratungsunternehmen.
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