13.03.17 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Ökostrom-Aktie Innogy nach schwacher Jahresbilanz erneut unter Druck

Seit dem Börsengang im Oktober 2016 hat die Ökostrom-Aktie Innogy enttäuscht. Der Energiekonzern RWE AG hatte in diese Tochtergesellschaft das Geschäft mit Netzen, Vertrieb und Ökostrom ausgegliedert und einen Ausgabepreis von 36 Euro je Aktie kassiert. Der Aktienkurs war danach auf 30 Euro gefallen, hatte sich seit Februar zwar etwas erholt. Doch heute legte Innogy die Jahresbilanz für 2016 und einen Ausblick für 2017 vor, der die Börsianer abermals verschreckte. Die Ökostrom-Aktie fiel im Xetra bis 12 Uhr auf 22,4 Euro zurück.

Innogy hat der Jahresbilanz zufolge um drei Prozent weniger Strom erzeugt als im Vorjahr. Der Umsatz schrumpfte um vier Prozent auf 43,6 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verringerte sich um sieben Prozent auf 4,2 Milliarden Euro. Der Nettogewinn sank um sechs Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Für 2017 erhofft sich das Unternehmen eine leichte Verbesserung. Das EBITDA soll laut Firmenchef Peter Terium auf rund 4,4 Milliarden Euro steigen, das bereinigte Nettoergebnis von zuletzt 1,1 Milliarden auf über 1,2 Milliarden Euro.

RWE hält weiterhin rund drei Viertel der Innogy-Aktien und profitiert daher von der großzügigen Dividendenpolitik der Ökostromproduzentin. Die schüttet laut Terium rund 80 Prozent des bereinigten Nettoergebnisses von 2016 an die Investoren aus.

Die Windkraftanlagen, Wasserkraftwerke und Bioenergienanlagen von Innogy verfügen dem Unternehmen zufolge über eine Leistungskapazität von insgesamt 3,6 Gigawatt (GW). Diese Anlagen befinden sich in neun europäischen Ländern, vor allem in Deutschland und Großbritannien. Das Unternehmen betreibt Strom- und Gasnetze mit insgesamt rund 570.000 Kilometer Länge.

Innogy SE: ISIN DE000A2AADD2
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