Aufdach-Solaranlage von Sunedison. Dieses Geschäft will der Konzern weiter ausbauen und hält daher an dem Vorhaben fest, die darauf spezialisierte Vivint Solar zu übernehmen. / Quelle: Unternehmen

08.10.15 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Ökostromriese Sunedison will mehr Kasse machen

Die Führung des Ökostromriesen Sunedison hat jetzt konkrete Pläne bekannt gegeben, mit der sie die Einnahmesituation des Unternehmens verbessern will. Vor wenigen Tagen hatte die Nachricht, dass der US-Konzern etwa ein Zehntel der Arbeitsplätze streichen und seine Einnahmensituation verbessern will, den Aktienkurs von Sunedison beflügelt. ECOreporter.de hatte in einem  Aktientipp mit einer Kaufempfehlung  darüber berichtet. Seither klettere der Kurs des Wertpapiers in New York von 9,0 auf 9,7 Dollar.

Wie Brian Wuebbels, der Finanzvorstand von Sunedison, bei der Investorenpräsentation erklärte, will das Unternehmen mit Hauptsitz in Kalifornien Grünstromprojekte mit einer Gesamtkapazität von 800 bis 1000 Megawatt verkaufen, um seinen Mittelzufluss deutlich zu verbessern. Entgegen der bisherigen Planung werde der Konzern keines Ökostromkraftwerke, die im kommenden Jahr in Betreib gehen, an die neu gegründeten Betreibertochtergesellschaften Terraform Power und Terraform Global übergeben. Auch wolle Sunedison stärker selbst Anlagen betreiben und so stabile Einnahmen erzielen. Zudem habe man die angekündigte Übernahme von Latin American Power für 700 Millionen US-Dollar abgeblasen. Überdies werde sich Sunedison aus Großbritannien zurückziehen, weil dort die Regierung beschlossen habe, die Solarförderung stark zu beschneiden.

Für 2016 erhoft sich der Ökstromriese mehr als sechs Milliarden US-Dollar an Gesamteinnahmen. Er muss seine Kassen auch deshalb füllen, weil in den kommenden drei Jahren die Rückzahlung von Schulden im Umfang von insgesamt 727 Millionen Dollar ansteht.

SunEdison Inc.: ISIN US86732Y1091 / WKN A1WZU6
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