04.08.08 Erneuerbare Energie

Offshore-Windkraft in den USA vor dem Durchbruch?

Seit dem Jahr 2000 bemüht sich der US-amerikanische Projektierer Cape Wind, vor der Ostküste der Vereinigten Staaten den ersten Offshore-Windpark des Landes umzusetzen. US-Medienberichten zufolge sind nun fast alle Hindernisse überwunden, und das waren nicht wenige. Dieser seegestützte Windpark soll im Nantucket Sound fünf Meilen südlich von Cape Cod entstehen. Dagegen liefen insbesondere einflussreiche Unternehmer und Politiker Sturm, die dort Domizile mit Bootsanleger und Blick aufs Meer errichtet haben. Sie haben Cape Wind dazu gezwungen, rund 30 Millionen Dollar aufzuwenden, um mit Studien nachzuweisen, dass die geplanten 130 Windturbinen nicht die Umwelt schädigen, vielfältigste Genehmigungen bei unterschiedlichen Behörden einzuholen und sich gegen diverse Klagen zu wehren.

Zwar können immer noch Jahre ins Land gehen, bis das Offshore-Projekt wirklich umgesetzt wird. Doch den Berichten zufolge ist der Widerstand dagegen fast zum Erliegen gekommen. Dies liege zum einen daran, dass sich angesichts der in den USA zunehmenden Debatten über den Klimawandel und den Ölpreis das Image der Erneuerbaren Energien deutlich verbessert hat. Zum anderen ist rings um Cape Cod ein Niedergang von Schiffsbau und Fischerei zu beobachten. Das Offshore-Projekt wecke daher vor Ort Hoffnungen auf neue Arbeitsplätze und Steuereinnahmen.

Mittlerweile werden auch für andere Standorte in den USA Offshore-Windparks vorbereitet. Zum Beispiel für die großen Seen an der Grenze zu Kanada, wo Metropolen wie Chicago einen großen Energiehunger aufweisen, und für den Golf von Mexiko. Dort plant man unter anderem, Windräder auf ausrangierten Ölplattformen zu errichten.

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