Gamesa ist bei dem Gemeinschaftsunternehmen Adwen für die Produktion solcher Offshore-Windkraftanlagen zuständig, Areva für die Projektumsetzung. / Quelle: Gamesa

16.09.15 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Offshorewindkraft-Beteiligung von Gamesa auf Wachstumskurs

Eine starke Marktstellung im Geschäft mit Offshorewindkraft hat Adwen, das Gemeinschaftsunternehmen von Gamesa und Areva, in kurzer Zeit erobert. Der spanische Windradhersteller Gamesa und der französische Atomkonzern hatten erst im Juli 2014 die Gründung des Joint Ventures bekannt gegeben. Nach dem offiziellen Betriebsbeginn der beiden deutschen Nordseewindparks Trianel Windpark Borkum und Global Tech I beläuft sich die Windkraftkapazität von Adwen bereits auf 630 Megawatt (MW). Das gab das Unternehmen nun bekannt.

Adwen hat damit einen Marktanteil von über 19 Prozent und sich vor MHI Vestas geschoben. Dieses Gemeinschaftsunternehmen des dänischen Windradbauers Vestas mit der japanischen Mitsubishi erreichte laut dem europäischen Windkraftverband EWEA zuletzt einen Anteil von 14,2 Prozent am Markt für Offshore-Windkraft in Europas Gewässern. An der Spitze liegt weiterhin die deutsche Siemens mit einem Marktanteil von 57 Prozent. Adwen will im europäischen Offshore-Markt bis 2020 einen Marktanteil von 20 Prozent erobern, hat dieses Ziel also schon jetzt fast erreicht.

Das Gemeinschaftsunternehmen von Gamesa und Areva verfügt nach eigener Darstellung über eine Projektpipeline von 2.800 MW oder 2,8 Gigawatt (GW). Dazu gehört etwa der Ostsee-Windpark, den Adwen für den spanischen Energiekonzern Iberdrola umsetzt und der eine Kapazität von 350 MW erreichen soll. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2015 gingen in europäischen Gewässern neue Offshore-Windparks mit insgesamt  2,3 GW neu ans Netz. Der EWEA zufolge erreichten zur Jahresmitte 2015 in Europa alle Windparks auf See zusammen eine Gesamtkapazität von 10,4 GW.

Gamesa Corp. Tecnologica: ISIN ES0143416115 / WKN A0B5Z8
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