Ein Mikrofinanzkunde von Oikocredit in Bolivien: Die Genossenschaft vergibt unter anderem Kleinstkredite. Das Kapital der Anleger soll möglichst nachhaltige positive Wirkungen erzielen, zum Beispiel können sich Kreditnehmer damit eine Werkstatt einrichten. / Foto: Oikocredit, Alfredo Zeballos

26.10.17 Anleihen / AIF , Gut erklärt - Mikrofinanzen

Oikocredit: Deutsche Anleger investieren über 500 Millionen

Rekord für den Entwicklungsfinanzierer Oikocredit: Wie die internationale Genossenschaft mitteilte, hat sie in Deutschland in den vergangenen zwei Monaten einen Kapitalzufluss von über 20 Millionen Euro erzielt. Damit übersteige das Anlagekapital aus Deutschland erstmals die Marke von 500 Millionen Euro.

Weltweit sind den Angaben zufolge über 54.000 Anlegerinnen und Anleger bei Oikocredit investiert - fast die Hälfte davon kommen aus Deutschland. Das Anlagekapital beträgt insgesamt 1,03 Milliarden Euro. Mit diesem Geld finanziert Oikocredit rund 800 Sozialunternehmen in über 70 Ländern im Globalen Süden. Investitionsschwerpunkte der Genossenschaft sind Mikrofinanz, Landwirtschaft und fairer Handel sowie Erneuerbare Energien. 

Über 25.000 Privatpersonen und institutionelle Anleger haben allein in Deutschland bei Oikocredit insgesamt eine Summe von 519,25 Millionen Euro investiert.
"Wir konnten sowohl von bestehenden wie auch neuen Anlegerinnen und Anlegern Kapitalzuflüsse verbuchen", sagte Matthias Lehnert, Geschäftsführer von Oikocredit in Deutschland. Das investierte Kapital trage maßgeblich dazu bei, den sozialen Auftrag der Genossenschaft zu erfüllen: Armut weltweit zu reduzieren und nachhaltige Entwicklung zu fördern, so Lehnert.  Mehr über Oikocredit erfahren Sie auch in unserem Porträt.  

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