Dieser Landwirt aus dem Senegal ist ein Mikrofinanzkunde von Oikocredit. / Foto: Unternehmen

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Oikocredit: Mehr Mikrokredite für Entwicklung und weniger Armut

Diese Bilanz kann sich sehen lassen: 28 Millionen Menschen hat die Genossenschaft Oikocredit International im Jahr 2013 mit ihrem Engagement im Mikrofinanzwesen erreicht. 81 Prozent dieser Mikrofinanz-Kunden waren Frauen und 24 Prozent in der Landwirtschaft tätig. Die Oikocredit-Aktivitäten abseits des Mikrokreditwesens erreichten zudem 1,5 Millionen Genossenschaftsmitglieder und 315.000 Landwirte. Das geht aus der Wirkungsbilanz des Entwicklungsfinanzierers mit Hauptsitz in den Niederlanden hervor.

591 Millionen Euro investierte Oikocredit demnach insgesamt in Entwicklungsprojekte auf der ganzen Welt. 483 Millionen Euro davon waren 2013 in der Mikrofinanz investiert. Der Rest verteilte sich auf Fairhandelsorganisationen, Genossenschaften und landwirtschaftlichen Unternehmen. In einkommensschwachen Ländern – dazu zählt die Genossenschaft Staaten, in denen das Pro-Kopf-Einkommen 1.035 Dollar (rund 760 Euro) brutto nicht übersteigt – hat Oikocredit International 2013 deutlich mehr investiert: Konkret kletterten diese Investitionen um 20,5 Prozent auf 94 Millionen Euro. Davon wurden 41 Millionen in Afrika und 52 Millionen in Asien investiert.

Ebenfalls erhöht hat sich die Zahl der Partner von Oikocredit, die sich freiwillig zur Einhaltung von Umwelt- und Sozial- beziehungsweise Kundenschutzrichtlinien verpflichten. Der Anteil der Partnerorganisationen in der Mikrofinanz, die sich zur Einhaltung der Kundenschutzrichtlinien verpflichtet haben, erhöhte sich von 59 Prozent in 2012 auf 71 Prozent in 2013. Bei den 315.000 Partnerorganisationen außerhalb dieses Geschäftsfelds verfügten nach eigenen Angaben 70 Prozent eine Umweltstrategie und 79 Prozent eine Gleichstellungsstrategie. „Die Daten zeigen deutlich, dass unsere aktuelle Strategie und unsere Arbeit zu positiven sozialen Veränderungen beitragen“, sagt Ging Ledesma, Direktorin für soziales Wirkungsmanagement und Kreditanalyse bei Oikocredit International. Dies gelte besonders für die Arbeit der Genossenschaft als Finanzdienstleister in den armen Ländern dieser Welt und für die Stärkung von Frauen.

Eine wichtige Aufgabe für die weitere Arbeit im laufenden Jahr sei es, die Umweltstrategie weiter in die neuen Bereiche für Landwirtschaft und erneuerbare Energien einzubinden, hieß es.

Anleger können bei Oikocredit in Mikrofinanz investieren, indem sie Genossenschaftsanteile erwerben. Das is eine Alternative zum Investment in Mikrofinanzfonds. Deutsche Privatanleger werden schon bald kaum noch in Mikrofinanzfonds investieren können (mehr dazu lesen Sie  hier).
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