Diese von Siemens gemietete Immobile gehört ist Investment-Objekt eines Fonds, der von Wölbern Invest aufgelegt worden war. / Quelle: Unternehmen

15.01.14 Anleihen / AIF

Paribus tauscht Geschäftsführer „seiner“ Wölbern-Fonds aus

Bei zahlreichen geschlossenen Fonds des insolventen Skandal-Emissionshauses Wölbern Invest aus Hamburg ist nun die Geschäftsführung ausgetauscht worden. Das teilt der ebenfalls in Hamburg ansässige Fondsinitiator Paribus Capital GmbH mit. Paribus war mit Wirkung zum 1. Januar des laufenden Jahres vom Insolvenzverwalter des Emissionshauses Wölbern Invest, dem Rechtsanwalt Tjark Thies, mit der Geschäftsführung eines großen Teils der geschlossenen Immobilienfonds von Wölbern Invest betraut worden (mehr dazu lesen Sie  hier).


Die bisherigen Geschäftsführer seien abberufen worden und nicht mehr für die Fondsgesellschaften tätig, teilt Paribus mit. Übernommen wurde die Geschäftsführung von einer Doppelsspitze: Es handelt sich um Heiner Albersmeier, der seit 2009 Geschäftsführer der Paribus Real Estate GmbH und der Paribus Service GmbH ist und als solcher die Immobilieninvestitionen der Paribus-Gruppe verantwortet. Ihm zur Seite steht Kurt Schori, der nach Unternehmensangaben seit 2012 für Paribus tätig ist, und zugleich Vorstandsmitglied des Bankendienstleisters SCM Kompass AG ist. Vom Geschäftsführerwechsel ausgenommen sind lediglich vier geschlossene Immobilienfonds von Wölbern, bei denen die Kommanditisten zuvor schon selbst die Geschäftsführung neu gewählt hatten.

Wölbern Invest hat eine Reihe von geschlossenen Immobilien zu so genannten GreenBuildings aufgelegt, bei deren Bau Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigt wurden. Dabei handelte es sich unter anderem um Bürogebäude in den Niederlanden.

Seit September 2013 steht der Gründer und Eigentümer der Wölbern Invest KG bei der zuständigen Staatsanwaltschaft unter dem Verdacht der „gewerbsmäßigen Untreue“ (ECOreporter.de  berichtete) Im Zuge der weiter andauernden Ermittlungen war er in Untersuchungshaft genommen worden und das Emissionshaus meldete Insolvenz an. Zuvor hatte Wölbern Invest den gesamten Immobilienbestand seiner Immobilienfonds für Privatanleger (30 Immobilien an denen 40.000 Investoren beteiligt sind) im Paket zu verkaufen. Das scheiterte am Widerstand einzelner Investoren.
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