Die Phoenix Solar AG hat dem Heimatmarkt vor geraumer Zeit den Rücken gekehrt und konzentriet sich auf Projekte in Asien und dem nahen Osten. / Foto: Unternehmen

06.11.14 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Phoenix Solar tiefer in Verlustzone – Eigenkapital schmilzt

Die Phoenix Solar AG hat in den ersten neun Monaten 2014 deutlichen Umsatzeinbruch erlitten und ist damit wieder tiefer in die Verlustzone geraten. Das geht aus aktuellen Zahlen hervor, die das Unternehmen aus Sulzemoos bei München heute veröffentlicht hat. Das Eigenkapitaldecke ist  deutlich zusammengeschmolzen.

Demnach erzielte Phoenix Solar in den ersten drei Quartalen 2014 nur noch 19,5 Millionen Euro Umsatz nach 116 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) verschlechterte sich auf ein Minus von 5,7 Millionen Euro. Für die ersten  neun Monaten 2013 hatte die Spezialistin für Photovoltaiksysteme noch 1,6 Millionen Euro EBIT-Verlust verbucht. Auf Konzernebene entstand ein Verlust in Höhe von 10,3 Millionen Euro. Dies führte nach Unternehmensangaben zu einer Überschuldung: „Durch das negative Konzernperiodenergebnis fiel das Konzerneigenkapital auf einen Wert von minus 2,0 Millionen Euro“, teilt die Unternehmensführung mit.  Gefahr für den Fortbestand der Phoenix Solar AG bestehe jedoch nicht, da „der Konzern selbst keine rechtlich eigenständige Gesellschaft“ darstelle, hieß es weiter. Die rechtlich relevante Eigenkapitalquote der Phoenix Solar AG belaufe sich indes bei 8,7 Millionen Euro Eigenkapital auf 14,8 Prozent. Zudem hatte der Vorstand erst kürzlich bekannt gegeben, dass die Kredite der Phoenix Solar AG verlängert wurden.

Das dritte Quartal verlief für Phoenix Solar ähnlich wie die ersten neun Monate 2014. Auch hier ging der Umsatz massiv zurück während ein EBIT-Verlust entstand. Der Quartlas-Umsatz fiel nach Unternehmensangaben mit 6,1 Millionen Euro knapp 87 Prozent niedriger aus, als im Vorjahreszeitraum. Zugleich entstand 2,8 Millionen Euro EBIT-Verlust nach 2,2 Millionen Euro EBIT-Ertrag im Vorjahresquartal.

Die Prognose für das Gesamtjahr 2014 hatte Phoenix Solar erst jüngst deutlich gekappt. Demnach erwartet die Unternehmensführung zwischen 45 und 55 Millionen Euro Umsatz und einen EBIT-Verlust zwischen drei und vier Millionen Euro (näheres zur Verlängerung der Kredite, der Kappung der Prognose und dem angekündigten Rückzug des Vorstandsvorsitzenden Dr. Bernd Köhler zum Jahresende leden Sie  hier).   

Phoenix Solar AG: ISIN DE000A0BVU93 / WKN A0BVU9


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