Diese Photovoltaik-Anlage in Australien zählt zum Portfolio der Photon-Energy-Sonnenstromkraftwerke im Eigenbetrieb. / Quelle: Unternehmen

  Anleihen / AIF

Photon Energy NV verbessert Quartalsbilanz deutlich

Der niederländische Solarprojektierer und Anlagenbetreiber Photon Energy NV mit Sitz in Amsterdam hat die Bilanz für das zweite Quartal 2013 vorgelegt. Obwohl der Umsatz für die Zeit zwischen April und Juni 2013 um 7,3 Prozent auf rund 4,4 Millionen Euro schrumpfte, konnte Photon Energy den Gewinn vor Zinsen und Steuern verachtfachen. Er stieg auf 904.000 Euro nach 98.000 Euro im zweiten Quartal 2012. Dennoch entstand Photon Energy 91.000 Euro Quartalsverlust vor Steuern. Im Vergleich zum zweiten Quartal des Vorjahres ist dies eine signifikante Verbesserung: damals schlugen noch 4,3 Millionen Euro Verlust vor Steuern zu Buche.

Photon Energy baut und betreibt Photovoltaikanlagen. Die Sonnenstromproduktion stellt dabei eine wichtige  Einnahmequelle für Photon Energy dar. Bislang betreibt die Photon Energy Investments NV 26 Solaranlagen in den Größenordnungen von 130 kW bis 2,3 MW. Zwölf davon stehen in Tschechien, wo die Muttergesellschaft Photon Energy ursprünglich gegründet wurde. Weitere befinden sich in der Slowakei, Italien und Australien. Dass Photon Energy im zweiten Quartal 2013 keinen Vorsteuergewinn habe ausweisen können, hänge maßgeblich damit zusammen, dass  Solaranlagenbetreiber in Tschechien 26 Prozent ihrer Erträge aus der Stromproduktion abführen müssten, teilt die Unternehmensführung mit.

Die Photon Energy NV lotet derzeit Möglichkeiten aus, frisches Kapital für das Projektgeschäft einzuwerben. Dazu ist das Unternehmen unlängst an einem Subsegment der Warschauer Börse notiert und arbeitet an einem Debüt auf dem Hauptparkett der Warschauer Börse. Über das Tochter-Unternehmen Photon Energy Investments NV hat die Unternehmensgruppe bereits eine Anleihe auf den Markt gebracht, die bis zu 40 Millionen Euro einbringen soll, allerdings läuft die Platzierung bisher eher schleppend (ECOreporter.de berichtete). Allerdings prüft Photon Energy nach eigenen Angaben bereits, inwiefern weitere Kapitalmaßnahmen wie Privatplatzierungen oder Anleihe-Emissionen möglich sind.

Die Photon Energy Gruppe steht in keinem geschäftlichen Zusammenhang mit der Photon Holding GmbH aus Aachen und deren Tochterfirmen, von denen die Photon Europe GmbH (der Solarzeitschriften-Verlag hinter dem Magazin photon) im Dezember 2012 Insolvenz anmeldete (ECOreporter.de berichtete). Darauf haben die Niederländer bereits kurz vor dem Insolvenzantrag des Verlages in einer Presseerklärung ausdrücklich hingewiesen. Zur Jülicher Unternehmensgruppe gehört mit der Photon Power AG ebenfalls ein Unternehmen, dass den Abonnenten der Zeitschrift photon Anleihen anbietet. Auch hier bestehe kein Zusammenhang, so die Niederländer.
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