Solarthermisches Großkraftwerk von Abengoa. / Foto: Unternehmen

21.12.15 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Plant Abengoa einen Ausverkauf beim Ökostromgeschäft?

Die um ihr wirtschaftliches Überleben kämpfende Abengoa SA soll von Banken eine Finanzspritze erhalten, um weiter ein Konzept für den Abbau der massiven Schulden entwickeln zu können. Der Mischkonzern aus Sevilla bereitet offenbar den Verkauf von großen Teilen seines Ökostromkraftwerkeportfolios vor.

Abengoa ächzt unter einer Gesamtschuldenlast von rund acht Milliarden Euro und hatte vor rund vier Wochen Gläubigerschutz beantragen müssen. Wie Bloomberg unter Berufung auf spanische Medien und eingeweihte Personen berichtet, stellt eine Gruppe von Finanzinstituten wie Banco Santander und HSBC dem Unternehmen nun ein Darlehen über 93 Millionen Euro zur Verfügung, um die zum Jahresende drohende Zahlungsunfähigkeit abzuwenden. Ergänzt um 20 Millionen Euro von der staatlichen Instituto de Credito Oficial soll es diese Summe ermöglichen, dass der Konzern zum Ende des Monats seine Lieferanten und seine Mitarbeiter bezahlt. Eine Vereinbarung darüber soll in dieser Woche unterschrieben werden.

Wie es in dem Bericht weiter heißt, hofft Abengoa für 2016 auf Einnahmen von über 1,5 Millionen Euro aus dem Verkauf von Beteiligungen an Projekten in Bereichen der Erneuerbaren Energien. Dazu gehören die Tochtergesellschaften Abengoa Solar, Abengoa Bionergia and Abengoa Yield. Abengoa ist Hauptaktionärin von der eigenständig börsennotierten Abengoa Yield, einem börsennotierten Betreiber von Ökostromkraftwerken.  

Abengoa SA: ISIN  ES0105200002/ WKN A1JSBM
Abengoa Yield Plc.: ISIN  GB00BLP5YB54 / WKN A116CH
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