Die PNE Wind AG ist im ersten Quartal 2016 in die Gewinnzone zurückgekehrt. Große Pläne sollen dem Windkrafprojektierer 2016 einen Rekordgewinn bescheren. / Foto: Unternehmen

11.05.16 Nachhaltige Aktien , Meldungen

PNE Wind AG: Schwarze Zahlen und Rekordgewinn im Visier

Die PNE Wind AG ist zurück in der Gewinnzone. Das gelang dem Windkraftprojektierer aus Cuxhaven obwohl der erste Quartalsumsatz 2016 niedriger ausfiel als im Vorjahreszeitraum. Die PNE-Aktie setzte ihren Aufwärtstrend der vergangenen Wochen heute zunächst fort.

Die PNE Wind AG beendete das erste Quartal 2016 mit 11,9 Millionen Euro Umsatz. Gegenüber dem Vergleichszeitraum ist dies ein Umsatzrückgang um 21,7 Prozent. Die Gesamtleistung (das ist der Umsatz zuzüglich der sonstigen Veränderungen im Bestand und Eigenleistungen) lag mit 21,1 Millionen Euro 10,6 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresquartals. Dennoch drehte das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) zurück ins Plus: Die PNE Wind AG verbuchte für das erste Quartal 2016 einen EBIT-Ertrag von 200.000 Euro nach 6,0 Millionen Euro EBIT-Verlust im ersten Quartal 2015. Einerseits habe das Geschäft mit der Windstromerzeugung aus den eigenen Windfarmen positiv auf das Ergebnis gewirkt. Andererseits hätten Baukosten für neue Windparks dem entgegengestanden. Diese Aufwendungen aus dem Projektgeschäft sollen sich der PNE-Führung zufolge aber noch im laufenden Jahr wieder auszahlen.

PNE Wind plant Börsengang oder Verkauf der YieldCo-Windparks noch 2016

Das PNE-Management bezeichnet das Quartalsergebnis als „wirtschaftlich und finanziell erfolgreich“ und als einen gelungenen Auftakt für ein spannendes und ereignisreiches Jahr“. Die PNE Wind AG sei mit 76,9 Millionen Euro an liquidem Kapital und einer Eigenkapitalquote von 33 Prozent gut für das laufende Geschäftsjahr aufgestellt. „Dieses Jahr sind die Ziele hoch gesteckt, denn wir stehen kurz vor der Umsetzung großer Vorhaben“, erklärte Vorstand Markus Lesser. Ziel sei es, den Kraftwerksbestand mit 150 Megawatt (MW) Windkraftleistungskapazität noch im laufenden Jahr zu Geld zu machen. Derzeit sind diese Windparks in einer eigens gegründeten sogenannten YieldCo. Gesellschaft gebündelt. Dieses Portfolio wollen wir über einen Börsengang oder über einen Direktverkauf veräußern“, so der Chief Operating Officer (COO) Lesser weiter.

PNE Wind AG peilt dreistelliges Millionen-EBIT in 2016 an

Optimistisch gibt sich der PNE Vorstand auch mit Blick auf das laufende Projektgeschäft: „Derzeit errichten wir vier Onshore-Windparks mit einer Gesamtleistung von rund 55,2 MW. Davon sind rund 32,1 MW für das Portfolio von Windparks im Eigenbestand vorgesehen“, bilanziert er. „Für weitere Windparks mit rund 32,9 MW Nennleistung liegen uns die Genehmigungen vor, sodass wir in Kürze mit dem Bau beginnen können. Wir bestätigen angesichts dieser guten Ausgangsbedingungen unsere wirtschaftlichen Ziele für das Jahr 2016“, sagt Markus Lesser. Diese Prognose sieht ein Gesamtjahres-EBIT von bis zu 100 Millionen Euro vor. Das wäre ein Rekordgewinn und eine Vervielfachung gegenüber 2015. Da wies die PNE Wind AG noch 9,8 Millionen Euro EBIT aus.

Windkraft-Aktie von PNE Wind im Aufwärtstrend


Die Aktie der PNE Wind AG startete am Mittwoch, 11.5. 2016 mit Kursgewinn in den Handelstag an der Deutschen Börse. Bis 10:06 verbesserte sie sich um 0,5 Prozent auf 2,20 Euro. Damit ist sie 13,4 Prozent teurer als vor vier Wochen. In den vergangenen drei Monaten stieg ihr Kurs damit um 36,6 Prozent.

PNE Wind AG: ISIN DE000A0JBPG2 / WKN A0JBPG
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