11.01.10 Erneuerbare Energie

Presserundschau: Google handelt künftig mit Strom – Ziel ist bessere Klimabilanz

Der US-Suchmaschinenkonzern Google steigt in das Energiehandelsgeschäft ein. Wie die Nachrichtenagentur pressetext.deutschland (pte) berichtet, hat der Konzern die Tochter Google Energy gegründet und einen formalen Antrag bei der Energieversorgungsbehörde Federal Energy Regulatory Commission (FERC) gestellt, um künftig nach dem Modell von Stromhändlern Energie kaufen und verkaufen zu können,

Einer Sprecherin zufolge solle der Schritt dazu beitragen, klimaneutral zu werden und den enormen Stromverbrauch der Google-Rechenzentren mit erneuerbaren Energieformen auszugleichen, so pte. Überschussenergie könne Google nach einer Absegnung durch die FERC dennoch weiter verkaufen.

"Wir wollen die Möglichkeit haben, Erneuerbare Energien zu beschaffen, um damit den Energieverbrauch für unseren Betrieb zu decken", wird Google-Sprecherin Niki Fenwick den Angaben zufolge von der New York Times zitiert. Eigenen Angaben zufolge habe das Unternehmen hingegen keine Pläne, ein Energiehändler im eigentlichen Sinne zu werden. Vielmehr sei das primäre Ziel, mehr Flexibilität bei der eigenen Versorgung zu gewinnen.

Regenerative Energien sind für Google kein Neuland. Neben einem eigenen Solarkraftwerk, das der Konzern am eigenen Firmensitz betreibt, investiert die gemeinnützige Stiftung Google.org etwa in Projekte der Solar-, Wind- und Erdwärmetechnologien.
2007 hatte sich der Suchmaschinenbetreiber das Ziel gesetzt, Strom aus erneuerbaren Energiequellen günstiger zu machen als aus fossilen Brennstoffen gewonnene Energie. Sich als von der FERC beaufsichtigter Energieversorger eintragen zu lassen, halten Experten dennoch für ungewöhnlich.
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