03.08.11 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Presseschau: Bekommt Solon neue Staatsbürgschaften?

Der finanziell schwer angeschlagene Berliner Solarkonzern bemüht sich offenbar um weiteres Geld vom Staat. Dies geht aus einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) hervor. Demnach haben sich die Gläubigerbanken von Solon an die Bundesregierung gewendet, um eine Verlängerung laufender Staatsbürgschaften in Höhe von 146 Millionen Euro zu erwirken.


Neben dem Bund sind auch die Länder Berlin und Mecklenburg-Vorpommern Bürgschaftsgeber des Solarunternehmens. Die öffentliche Hand soll dem Bericht zufolge durchaus bereit sein, die Bürgschaften zu verlängern. Eine Entscheidung  soll noch im laufenden Monat gefällt werden, schreibt die FAZ unter Bezug auf eingeweihte Kreise.


Die Lage für Solon scheint weiterhin mehr als prekär (ECOreporter.de Opens external link in new windowberichtete): Bis zum Jahresende muss das Unternehmen einen Kredit über 275 Millionen Euro tilgen, den ein Konsortium aus acht deutschen Banken unter Führung der Deutschen Bank gewährt hatte. Überdies laufen die Geschäfte in 2011 bislang schlecht. Für das erste Quartal weis einen EBIT-Verlust Solon  17 Millionen Euro Verlust vor Zinsen und Steuern aus, drei Mal so viel wie im Vergleichszeitraum 2010. Die Nettoverschuldung war im Quartalsverlauf von 369,1 Millionen Ende Dezember 2010 bis Ende März 2011 auf 402,1 Millionen Euro gewachsen.
Solon SE: ISIN DE0007471195 / WKN 747119
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