Beim Bau der Ofsshore-Großprojekte war die Windsparte des Atomkonzerns Areva ein Partner, der Windräder liefert. / Quelle: Unternehmen

  Anleihen / AIF

Projektierersparte von Windreich ebenfalls insolvent

Die Insolvenz des Windkraftprojektierers Windreich GmbH aus Wolfschlungen bei Stuttgart zieht weitere Kreise: Kurz nachdem die Muttergesellschaft Insolvenz beantragte (mehr dazu lesen Sie hier) folgte die Tochtergesellschaft Windkraft Union (WKU). Innerhalb der Windreich-Gruppe war WKU für die Projektentwicklung zuständig und damit für das 400-Megawatt-Nordsee-Großprojekt MEG 1.

Die Windreich GmbH könne „signifikante Forderungen“ der WKU „gegenwärtig nicht befriedigen“, hieß es. Werner Heer, der nach dem Rückzug Unternehmensgründer Willi Balz die Geschäftsführung übernahm, erklärte: „Mit dieser Maßnahme können wir im Hinblick auf die laufenden Offshore-Projekte für unsere Investoren mehr Sicherheit herstellen. Das Offshore-Projekt MEG I läuft ohne Einschränkung weiter.“ Voll ausgebaut soll er über 80 Windräder der 5-Megawattklasse verfügen.

Von der Insolvenz sind Windreich zufolge 31 Mitarbeiter betroffen. „Wir konzentrieren uns derzeit darauf, die Finanzierungsphase von MEG I noch in diesem Jahr abzuschließen, um damit den Mitarbeitern der Windkraft Union und Windreich wieder eine klare Perspektive zu geben“, erklärte Geschäftsführer Heer.

Die Windreich-Insolvenz trifft zahlreiche Kleinanleger, die über zwei Unternehmensanleihen von 2010 und 2011 zusammen 125 Millionen Euro investiert haben. Darüber, was Anlegerschützer empfehlen und inwiefern es Anlaufstellen gibt,  haben wir berichtet. Gegen Windreich und einzelne Führungskräfte ermittelt die Staatsanwaltschaft unter anderem wegen Bilanzmanipulation. Erste Ergebnisse werden für Oktober 2013 erwartet.

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