Windreich-Projekt in der deutschen Nordsee. / Quelle: Unternehmen

  Anleihen / AIF

Projektpartner strengt Millionenklage gegen Windreich an

Weiteres Ungemach für den insolventen Windparkentwickler Windreich GmbH aus Wolfschlugen bei Stuttgart. Gegen das auf Windkraftprojekte aus See – offshore- spezialisierte Unternehmen hat der Stromkonzern Axpo aus dem Kanton Aargau in der Schweiz eine Millionenklage eingereicht. Er hat sich an dem Windreich-Projekt Global Tech 1 in der Nordsee beteiligt und 2009 rund 43 Millionen Euro für ein Viertel der Anteile daran gezahlt. Axpo sieht sich heute beim Investitionsentscheid in wesentlichen Punkten getäuscht. Die Streitsumme beläuft sich auf 7,2 Millionen Euro. Das hatdie von Axpo mandatierte Anwaltskanzlei laut einem Bericht der "Handelszeitung" aus der Schweiz erklärt.

Die Windreich GmbH hatte im September 2013 einen Insolvenzantrag gestellt. Laut einem vertraulichen Papier, das der vorläufige Insolvenzverwalter Holger Blümle verfasst haben soll, hat dieser womöglich Anhaltspunkte dafür gefunden, dass Windreich schon „Ende Oktober 2011“ zahlungsunfähig war (wir  berichteten  darüber). Seit über einem Jahr laufen Ermittlungen gegen amtierende und ehemalige Windreich-Vorstände wegen des Verdachts auf Bilanzmanipulation.

ECOreporter.de führt Windreich in der Wachhund-Rubrik. Anlegern, die in die beiden Anleihen des Unternehmens investiert haben, schuldet Windreich laut Insolvenzverwalter Blümle 125 Millionen Euro. Insgesamt steht der Windkraftprojektierer bei seinen Gläubigern mit 366 Millionen Euro in der Kreide.

ECOreporter.de hatte die beiden jeweils mit 6,5 Prozent fest verzinsten Anleihen von Windreich  hier (Link entfernt)  und  hier  in ECOanlagechecks untersucht und dabei vor den Risiken dieser Beteiligungen gewarnt.Die erste Anleihe im Umfang  von 74 Millionen Euro wird im März 2015 fällig, die zweite mit 75 Millionen Euro im Juli 2017.

Klaus Nieding von der Frankfurter Kanzlei Nieding + Barth ist der Interessenvertreter der Anleihe-Gläubiger von Windreich. Welche Chancen und Optionen haben die betroffenen Anleger, ihr Geld wiederzusehen? Welche Strategie sollten Sie dabei verfolgen? antworten auf diese Fragen finden Sie in unserem  Interview  mit Klaus Nieding, der auch Vizepräsident der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) ist.
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