Der Hauptsitz von Vestas im dänischen Arhuus. Von dort gibt es keine Stellungnahme zu den Protesten der inigenen Gruppen. / Quelle: Unternehmen

05.12.13 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Proteste indigener Gruppen verzögern Vestas-Projekt

Die dänische Vestas Wind Systems hat offenbar weiter große Schwierigkeiten beim Bau einer Windfarm im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca. Gegen das auf 396 Megawatt angelegte Projekt im Süden des Landes gibt es massiven Widerstand der indiginen Bevölkerung vor Ort (wir berichteten (Link entfernt)bereits im Mai 2013 darüber). Vor allem der Stamm der Ikojts fühlt sich von den Investoren hintergangen, die Vestas mit dem Bau der Windfarm Mareña Renovables beauftragt haben. Dem Finanzierer-Konsortium gehören die japanische Mitsubishi, die australische Bank Macquarie und der dänische Pensionsfonds PGG an sowie ein großer mexikanischer Infrastrukturfonds. Ihnen werfen die Einheimischen vor, mit ihnen den Pachtvertrag über das Land unter Vorspiegelung falscher Tatsachen abgeschlossen zu haben.

Der dänische Windkraftanlagenhersteller hat zu dem Konflikt bislang nicht Stellung genommen. Er hatte den Großauftrag im März 2012 erhalten und sollte ihn bis Ende November 2013 erfüllen. Nun gab Vestas bekannt, dass sich der Abschluss der Bauarbeiten weiter verzögern werde. Nach dem aktuellen Stand der Dinge werde dieser wohl erst Ende Februar kommenden Jahres erfolgen. Das Unternehmen werde auf Schadensersatz verzichten, der ihm durch die Verzögerungen eigentlich zustehe.

Vestas Wind Systems: ISIN DK0010268606 / WKN 913769
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