02.02.10 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Rasante Beschleunigung in Grün - Kommentar von ECOreporter.de-Chefredakteur Jörg Weber

Es ist ein Überholmanöver, aber Motoren heulen dabei nicht auf: Die deutsche Umwelttechnologie hat den Blinker links gesetzt, um an der Automobilindustrie als bisheriger Leitbranche der Wirtschaft vorbei zu ziehen. Es ist zwar keine grüne Revolution, die wir derzeit erleben, aber immerhin eine schnelle grüne Evolution: In Deutschland lag der Anteil grüner Technologien am Bruttoinlandsprodukt schon 2007 bei 8 Prozent. Bis auf 14 Prozent dürfte er im Jahr 2020 gestiegen sein, prognostizieren die Unternehmensberater von Roland Berger. Der Weltmarkt für Cleantech hatte 2007 ein Volumen von 1.400 Milliarden Euro. Bis 2020 soll es auf ca. 3.200 Milliarden Euro ansteigen.

Natürlich sind Prognosen oft falsch, und in der jetzt „Cleantech“ genannten Branche erwiesen sich nahezu alle Voraussagen als unrichtig – allerdings glücklicherweise, weil sie sämtlich zu vorsichtig waren. Wer Geld anlegen will, findet hier einen der ganz wenigen Wachstumsmärkte, den die Finanzkrise nicht ausgebremst hat. Die Angebote werden immer vielfältiger, längst geht es nicht mehr nur um Wind-, Solar- oder Bioenergie. Trinkwassergewinnung, Abwasseraufbereitung, Energie- und Ressourceneffizienz, Recycling und Reststoffverwertung, Rohstoffrückgewinnung, nachhaltige Mobilität … es gibt noch mehr dieser Themen, alle vereint durch ihr rasches Wachstum und häufig durch politische Unterstützung. Erstaunlicherweise hat die sonst so schnelle Finanzwelt sich hier bisher zurück gehalten.
 
Dieser Text stammt aus einer Sonderpublikation des Emissionshauses Trendinvest Beratungs GmbH. Per Opens external link in new windowMausklick gelangen Sie zu der Publikation.
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