26.07.10 Erneuerbare Energie

Rating-Agentur zweifelt an Nachhaltigkeit unterirdischer CO2-Speicherung

Ein neuer Gesetzentwurf der Bundesregierung lässt künftig die Erprobung geologischer CO2-Speicher in Deutschland zu. Mit Hilfe der Carbon Capture & Storage Technologie (CCS) soll das Kohlendioxid (CO2) aus Industrieprozessen abgetrennt und dauerhaft in Stollen unter der Erde gespeichert werden, so dass es nicht in die Atmosphäre gelangt.


Nach Ansicht der Münchner Nachhaltigkeitsrating-Agentur ist CCS Technologie noch nicht marktreif und ihre Nachhaltigkeit eher zweifelhaft. Das geht aus einem Positionspapier der Agentur hervor. Dennoch attestieren die Münchner dem Verfahren ein Potenzial im Kampf gegen den Klimawandel - als Brückentechnologie. Dies gelte allerdings nur „für eine Zeit des Übergangs sofern Sicherheit und Wirtschaftlichkeit gegeben sind“, sagt sagt Kristina Rüter, Research Director bei oekom research.  Langfristiges Ziel müsse national wie international der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien bleiben, so Rüter weiter.


Die langfristigen Auswirkungen von CCS auf die Umwelt sind bislang wenig erforscht. Deshalb ist das Verfahren umstritten. Während der Weltklimarat IPCC das CCS-Verfahren als Schlüsseltechnologie zur Minderung von Emissionen im Energieversorgungsbereich bezeichnet, befürchten einige Umweltschutzorganisationen unkalkulierbare Risiken.




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