08.05.10 Erneuerbare Energie

Realisierung des Offshore-Großprojekts Borkum II rückt näher

Der 200 Megawatt (MW) starke Offshore-Windpark Borkum West II hat entscheidende Schritte auf dem Weg zur Realisierung gemacht. Das gab der Sprecher der der Bauherrin  Trianel Sven Becker beim Stadtwerke-Kongress in Berlin bekannt. Durch den Abschluss zentraler Rahmenverträge seien die Bedingungen für die so genannte Auslösung der Netzanschlusszusage erfüllt, so Becker. Auch zur Lieferung von 40 Turbinen durch den Windradhersteller Areva Multibrid aus Bremerhaven sei eine weitgehende Übereinkunft erzielt worden, erklärte der Sprecher der Geschäftsführung weiter.

In den nächsten Wochen müsse  endgültige Einigkeit mit dem Turbinenlieferanten Areva Multibrid erzielt werden, zudem werde der Stadtwerke-Gemeinschaftskonzern mit Sitz in Aachen  die Finanzierungskonditionen für  den Offshore-Windpark der Bochumer Stadtwerke mit den Banken verhandeln. Bis zum 30. Juni 2010 müsse sich der Netzbetreiber Transpower Stromübertragungs GmbH (TPS) erklären, den Windpark ans deutsche Hochspannungsnetz anzuschließen.

Das 700 Millionen-Euro-Projekt Borkum West II liegt rund 45 Kilometer nördlich der Borkumer Küste in unmittelbarer Nachbarschaft zum ersten deutschen Offshore-Windpark Alpha Ventus. In einer ersten Phase sollen bis 2012 hier 40 Areva Multibrid Windenergieanlagen der 5-Megawatt-Klasse gebaut werden, die mit einer Gesamtleistung von 200 MW rund 200.000 Haushalte mit Strom versorgen sollen. Weitere 40 Anlagen sollen in einer zweiten Bauphase folgen.

Die EU Kommission hatte  nach Angaben der Trianel Ende 2009 dem Stadtwerke-Projekt eine Förderung in Höhe von rund 43 Millionen Euro zugesichert, die ersten Fördergelder seien bereits ausgezahlt, hieß es nun.

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