Kosten mindern die Rendite von Investmentfonds - wie viel am Ende übrig bleibt, ist EU-weit unterschiedlich. / Foto: Pexels

02.11.17 Fonds / ETF

Rendite bei Fonds: Brutto ist bei weitem nicht netto

Kosten und Inflation mindern im europäischen Durchschnitt die Renditen von Investmentfonds um fast ein Drittel – das ist das Ergebnis einer Studie der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA. Zwischen den einzelnen EU-Staaten bestünden dabei erhebliche Unterschiede. ESMA hat für die Studie die Ergebnisse tausender europäischer Investmentfonds untersucht.

Im EU-Durchschnitt liegt die Bruttorendite bei 8,8 Prozent. Laufende und einmalige Gebühren summierten sich mit 28,7 Prozent auf fast ein Drittel dieser Rendite, so dass sich nach Abzug aller Kosten eine Rendite von 6,3 Prozent ergibt. Deutschland liegt der Studie zufolge mit 9,2 Prozent Brutto- und 6,15 Prozent Nettorendite nah am Durchschnittswert.

Die höchste Bruttorendite erzielen englische Fonds mit 13,8 Prozent, womit bei knapp einem Viertel an Abzügen immerhin noch 10,4 Prozent übrig bleiben. Ganz anders sieht es im Nachbarland Österreich aus: Die Nettorendite von 3,2 Prozent ist die niedrigste unter den europäischen Staaten.

Auch im Bereich Nachhaltigkeitsfonds gibt es Unterschiede bei den Gesamtkosten für Anleger.  Die zehn kostengünstigsten nachhaltigen Fonds aus unseren Fondstests sind hier zu finden.
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