Große Solaranlagen in Italien bringen ihren Betreibern rückwirkend deutlich niedrigere Stromerträge. Das belastet die Solar8 Energy AG. / Foto: Conergy AG

  Anleihen / AIF

Rote Zahlen – müssen Anleger der Solar8 Energy AG zittern?

Hiobsbotschaften für die Anleihe-Anleger der Solar8 Energy AG aus Reutlingen: Die energiepolitischen Reformen in Italien setzen die Solar8 Energy AG schwer unter Druck. Nachdem in Italien die Einspeisevergütung für Strom aus Solaranlagen über 500 kW Leistungskapazität rückwirkend gekürzt wurde (mehr dazu lesen Sie  hier (Link entfernt)), fallen die Stromerlöse der Solar8 Energy AG in Italien 50 Prozent niedriger aus als ursprünglich erwartet. „Dies führt zur einem maßgeblichen Umsatzrückgang und hat deutlichen Einfluss auf das Ergebnis unserer Tochtergesellschaften“, teilt die Führung der Solar8 Energy AG mit.

Zusätzlich dazu hatte einer der sechs Solarparks, den der Ratinger Grünstromanlagenbetreiber in der italienischen Region  Apulien betreibt, seit November 2011 technische Probleme (ECOreporter.de berichtete (Link entfernt)). Die Reparaturarbeiten dazu seien Stand heute zu 80 Prozent abgeschlossen. Deshalb produziert diese 907 kW starke Anlage seit längerem unter ihren technischen Möglichkeiten. Konsequenz: In 2013 fiel nach Unternehmensangaben rund 716.000 Euro Verlust an. „Auch für das Jahr 2014 wird ein Ergebnis unter Plan erwartet“, hieß es.

Die Solar8 Energy AG hatte 2011 eine Anleihe auf den Markt gebracht. Das mit 9,25 Prozent fest verzinste Wertpapier sollte bis zu 10 Millionen Euro für den Betrieb von Solarparks in Italien einbringen und wird 2016 fällig. In der aktuellen Mitteilung teilt Solar8 Energy mit, dass die „fristgerechte Rückzahlung der Anleihe“, davon abhängt, ob die Solar 8 Energy AG eine Anschlussfinanzierung für laufende Darlehen bekommt. Eine Anfrage von ECOreporter.de zur Lage der Solar8 Energy AG läuft.
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