16.08.11 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Roth & Rau AG meldet Umsatzeinbruch und Verlust

Die Solarausrüsterin Roth & Rau AG hat im ersten Halbjahr 2011 einen Konzernumsatz von 92,8 Millionen Euro erzielt. Das ist ein Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 22 Prozent. Die Endabnahmen einiger Projekte hätten sich verzögert, erklärte das Unternehmen aus Hohenstein-Ernstthal dazu. Ein weiterer Grund für den Umsatzrückgang sei eine bilanzielle Umstellung, die eine Umsatz- und Ertragsrealisierung erst mit vollständiger Endabnahme der Anlagen durch den Kunden vorsieht.

Auch das operative Ergebnis (EBIT) fiel schwach aus. Für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2011 sank es auf minus 24,4 Millionen Euro nach zuvor 6 Millionen Euro Gewinn. Das Halbjahresergebnis sei durch Sondereffekte in Höhe von 12,6 Millionen Euro belastet gewesen, so Roth & Rau. Darin seien Abschreibungen auf im Bestand befindliche Komponenten aus dem nicht fortgeführten Turnkey-Geschäft enthalten, da die Verhandlungen über den Verkauf der Komponenten aufgrund der aktuellen Marktentwicklung nicht zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden konnten. Weiterhin seien im ersten Halbjahr Einmalaufwendungen für das Kosten- und Strukturoptimierungsprogramm und für Rechts- und Beratungskosten im Rahmen der Übernahme durch die Meyer Burger Technology AG angefallen. Das um Sondereffekte bereinigte EBIT beziffert das Unternehmen mit minus 11,8 Millionen Euro.

Der Auftragsbestand belief sich zum 30. Juni 2011 auf 244 Millionen Euro nach  351 Millionen Euro vor einem Jahr. Der Netto-Auftragseingang nach Stornierungen lag im ersten Halbjahr 2011 bei 616.000 Euro.

„Die Auftragslage hat sich seit Juni 2011 spürbar abgekühlt. Wir gehen davon aus, dass die verhaltene Nachfrage nach Produktionsequipment, vor allem für die Herstellung kristalliner Silizium-Solarzellen in unseren Kernmärkten, in den kommenden Monaten anhalten wird. In der Zellproduktion werden derzeit neue Hocheffizienztechnologien entwickelt, was ein weiterer Grund für die aktuelle Investitionszurückhaltung unserer Kunden ist. Daher erwarten wir positive Impulse von der Markteinführung unserer neuesten Produkte in den Bereichen Hetero-Junction-Technologie und Rückseitenpassivierung, die für die zweite Jahreshälfte geplant ist“, erklärt Dr. Dietmar Roth, Vorstandsvorsitzender der Roth & Rau AG.

Die Ertragslage der Roth & Rau AG werde sich im zweiten Halbjahr 2011 voraussichtlich verbessern, wenngleich der Ausblick insgesamt von erheblichen Unsicherheiten geprägt sei. „Wir haben die im ersten Halbjahr noch aufgetretenen Kinderkrankheiten bei den SiNA 2-Anlagen weitestgehend beseitigt, so dass die verzögerten Projekte in Kürze abgenommen werden können. Die Umsatzrealisierung wird im zweiten Halbjahr einen signifikanten Deckungsbeitrag liefern und damit die Verluste des ersten Halbjahres zum Teil ausgleichen“, sagt Dr. Roth. Eine belastbare Prognose zum voraussichtlichen Umsatzvolumen und dem damit verbundenen Ergebniseffekt könne das Unternehmen derzeit noch nicht treffen.

Roth & Rau AG: ISIN DE000A0JCZ51 / WKN A0JCZ5

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