RWE Innogy: Geothermieprojekte in Bayern gestartet

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RWE Innogy hat heute vom zuständigen Bergamt in München die Genehmigung für zwei Tiefengeothermie-Projekte bei Wildpoldsried und Unterthingau im schwäbischen Landkreis Oberallgäu erhalten. Das Unternehmen plant, rund 34 Millionen Euro in diese Projekte zu investieren. Im Unterschied zur oberflächennahen Geothermie, die zumeist zur Gewinnung von Wärmeenergie eingesetzt wird, kann man mit der Tiefengeothermie grundlastfähigen Strom erzeugen. Grund sind die wesentlich höheren Wassertemperaturen, die in tieferen Erdschichten herrschen. RWE Innogy plant im Rahmen der nun genehmigten Projekte bis zu 4.000 Meter tief in die Erde zu bohren.

„Wir sind überzeugt, dass die Tiefengeothermie einen wertvollen Beitrag zur Strom- und Wärmeversorgung in Deutschland leisten kann. Denn sie hat den Vorteil, dass sie bei erfolgreicher Bohrung sieben Tage in der Woche rund um die Uhr zur Verfügung steht. Deshalb will RWE Innogy diese in unseren Breitengraden noch sehr junge Energieform systematisch weiter entwickeln“, so Prof. Fritz Vahrenholt, Vorsitzender der Geschäftsführung von RWE Innogy.

Auf den jeweils rund 100 Quadratkilometer großen Flächen werden in den nächsten drei Jahren Untersuchungen über das geothermische Potenzial vorgenommen. Sie sollen zum einen weitere Erkenntnisse über die geologische, geothermische und bohrtechnische Beschaffenheit der Gesteinsschichten liefern. Zum anderen werden Temperatur und Fließrate des Thermalwassers prognostiziert. Neben diesen neu zu erhebenden Daten werden parallel auch bestehende Seismik-Untersuchungen herangezogen und neu bewertet. Alle Ergebnisse sollen dann in eine Machbarkeits-studie einfließen. Die beiden Felder erstrecken sich über die Landkreise Ober- und Ostallgäu sowie den Stadtkreis Kempten. Geologisch gehört es zu dem für die Nutzung von Geothermie günstigen westlichen bayrischen Molassebecken.

Die Gesteinsstrukturen in dieser Region erlauben eine geothermische Energiegewinnung über das so genannte hydrothermale Verfahren. „Dabei werden die Heißwasser führenden Tiefenschichten angezapft und das Thermalwasser an die Oberfläche gepumpt. Abhängig von der Temperatur und der Menge des Wassers kann daraus neben Wärme auch Strom gewonnen werden“, erläutert Dr. Olaf Heil, Bereichsleiter Neue Anwendungstechnik bei RWE Innogy. Das abgekühlte Wasser wird anschließend wieder in die Erde zurückgeleitet.

Kontakt:
RWE AG
Investor Relations
T +49(0)201/12-15055
F +49(0)201/12-15265
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