15.07.08 Nachhaltige Aktien , Meldungen

SAM veröffentlicht Studie über die Nachhaltigkeit im Sportbekleidungssektor

Anlässlich der Olympischen Sommerspiele 2008 in Beijing hat die Nachhaltigkeitsspezialistin SAM (Sustainable Asset Management) aus Zürich eine Studie zum globalen Sportbekleidungssektor vorgelegt. Die Analyse der Nachhaltigkeitsbewertungen, Aktienkursschwankungen und Wachstumsraten von 14 Sportartikelherstellern, die mit ihren Produkten an der Olympiade vertreten sind, soll laut SAM die Beurteilung führender Marktteilnehmer und ihrer Wachstumsperspektiven ermöglichen.

Die Schweizer Nachhaltigkeitsspezialisten weisen darauf hin, dass die Olympischen Sommerspiele 2008 in einem Land stattfinden, in dem ein Großteil der Sportausrüstung der Athleten hergestellt wird. Mit einem Anteil von über 60 Prozent sei China der weltweit größte Produzent von Sportschuhen und Sportbekleidung. Gleichzeitig sei das Land mit über 1,3 Milliarde Einwohnern, einem Wirtschaftswachstum von jährlich 8 Prozent bis 10 Prozent und zahlreichen sportlichen Großereignissen in den nächsten Jahren einer der zukunftsträchtigsten Absatzmärkte für die Sportindustrie. Der boomende chinesische Sportartikelmarkt biete den großen internationalen Sportherstellern somit weiterhin attraktive Renditen, berge aber als Billiglohnland auch nicht zu unterschätzende Risiken im Hinblick auf Kriterien der Nachhaltigkeit.

Die Kurzstudie «Nachhaltigkeit als olympische Disziplin – Schaffen die chinesischen Sportausrüster den Weg an die Spitze?» zeigt nach Angaben von SAM, dass die internationalen Marktführer Nike, adidas und Puma weiterhin die deutlich geringeren finanziellen und nichtfinanziellen Risiken für Investoren aufweisen. Maßgeblich für diese Beurteilung seien ihre internationalere Aufstellung und die vorhandenen Systeme zur Überwachung der Lieferketten nach sozialen und ökologischen Kriterien (ECOreporter.de hat im Juni mit dem weltweiten Leiter der Abteilung Umwelt und Soziales in der Lieferkette des Sportartikelherstellers Puma über dessen Nachhaltigkeitsstrategie gesprochen. Per Mausklick gelangen Sie zu dem Bericht). Hier fehle es den chinesischen Anbietern sowohl unter Corporate Governance- als auch Nachhaltigkeits-Aspekten noch an Transparenz und den notwendigen Kontrollsystemen.

Nach Ansicht von SAM spielen die Umsatzbeiträge aus dem chinesischen Markt bei den westlichen und japanischen Sportausrüstern allerdings eine deutlich geringere Rolle als bei der chinesischen Konkurrenz, die aktuell noch den Hauptteil ihrer Umsätze im Heimmarkt generiert.Diese «China-Sensitivität» sieht Philipp Mettler, Senior Equity Analyst bei SAM und Autor der Studie, auch als größte Chance für chinesische Ausrüster wie Li Ning, Anta, China Hongxing, China Dongxiang und Xtep: „Die chinesischen Anbieter können überproportional vom Wachstum im eigenen Land profitieren. Ob sie damit zu den internationalen Marktführern von morgen heranwachsen, wird langfristig davon abhängen, wie sie die notwendigen Nachhaltigkeitsaspekte in ihre Unternehmensstrategie integrieren.“ Unter Berücksichtigung der Unternehmensbewertungen und Abwägung der Risiken ergeben sich SAM zufolge für den langfristig und an Nachhaltigkeit orientierten Investoren attraktive Anlagemöglichkeiten im internationalen Sportartikelmarkt.

Die Kurzstudie «Nachhaltigkeit als olympische Disziplin – Schaffen die chinesischen Sportausrüster den Weg an die Spitze?» ist im Internet frei zugänglich unter: www.sam-group.com

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