07.11.17 Nachhaltige Aktien , Meldungen

SAP, Siemens und andere Konzerne fordern Kohleausstieg

Rund 50 deutsche Unternehmen und Wirtschaftsverbände rufen zum Ausstieg aus der Kohle-Energie auf. Darüber berichtet das Nachrichtenmagazin Spiegel, dem die von den Beteiligten unterzeichnete Forderung vorliegt. Beteiligt seien neben Konzernen wie Siemens, SAP, EnBW und Telekom auch die Ökoverbände Germanwatch, B.A.U.M. und die Stiftung 2 Grad.

Das Dokument soll laut Spiegel bald öffentlich gemacht werden und als Anzeige in großen Tageszeitungen erscheinen. In dem Appell heißt es unter anderem, die künftige Bundesregierung müsse einen "verlässlichen und sozialverträglichen Ausstiegspfad bei der Kohleverstromung" festlegen.

Preise pro Tonne CO2 erhöhen

Aus Sicht der Unterstützer sollten dringend Maßnahmen zur Erreichung des 2020-Klimaziels ergriffen werden, darunter die "Weiterentwicklung des Emissionshandels", mit dem Ziel, dass die Preise für jede ausgestoßene Tonne des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) deutlich steigen. Kohlekraftwerke und CO2-intensive Industrien würden dadurch weniger attraktiv - Energieeffizienz und sauberere Arten der Energieerzeugung dagegen umso mehr.

Eine andere Maßnahme könnte ein "konsequenter Einstieg in die Verkehrswende sein", heißt es in dem Schreiben. Die Unterzeichner empfehlen mehr Elektromobilität und einen Ausbau des Schienenverkehrs.

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